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Pflegestärkungsgesetz


Das Wichtigste - einfach erklärt

Am 01.01.2017 ist das Pflegestärkungsgesetz II – mit grundlegenden Veränderungen und zahlreichen Verbesserungen für die Betreuung und Pflege von Menschen mit Demenz – in Kraft getreten. Die wichtigsten Informationen dazu finden Sie

  • im Film Pflegegrad statt Pflegestufe

Demenz und Kommune

Bewusstsein schaffen

Im Oktober 2016 ist unser neues Modellprojekt Demenz und Kommune (DeKo) gestartet. Der Aus- und Aufbau von engmaschigen und vielförmigen Versorgungsangeboten für Menschen mit Demenz in allen Regionen Baden-Württembergs ist unser letztendliches Ziel. Das kann aber nur gelingen, wenn in den Kommunen vor Ort ein hohes Bewusstsein, ein breites Wissen, vielfältiges Engagement und eine gute Vernetzung im Bereich der Demenzversorgung besteht.

Wirkliche Entlastung nur durch Unterstützug vor Ort

Damit begegnen wir den besonderen Bedürfnissen von Menschen mit Demenz und ihren Familien in Baden-Württemberg. Wohnortnahe und bedarfsorientierte, differenzierte Angebote sind unerlässlich. Die Erfahrung zeigt: Eine hohe Lebensqualität Betroffener in allen Phasen der Erkrankung und wirkliche Entlastung der Angehörigen gelingen nur, wenn Unterstützung vor Ort angeboten und das Verständnis für die Erkrankung im persönlichen Umfeld gestärkt wird.

Auch besondere Bedürfnisse im Blick

Eines unserer Anliegen ist es, dass Menschen mit Demenz und ihre Familien so lange wie möglich am Leben in der Kommune teilhaben. Dabei haben wir auch Zielgruppen mit besonderen Bedürfnissen im Blick – hier eine kleine "Auswahl":

  • Es gibt Menschen, die vor dem 50. Lebensjahr an Demenz erkranken. In ihrer besonderen Lebenssituation profitieren sie nicht von den Angeboten für ältere Menschen.
  • Menschen mit seltenen Demenzformen, wie z.B. der frontotemporalen Demenz, brauchen krankheitsbedingt andere Hilfen und Begleitung, um mit der Erkrankung zu leben.
  • Menschen kurz nach der Diagnosestellung finden kaum Angebote.
  • Es ist an der Zeit, auch für Menschen anderer Herkunft kultursensible Angebote zu gestalten und anzubieten.

Ein großes Ziel, und wie schon Konfuzius im 5. Jahrhundert vor Christus wusste:

"Auch der weiteste Weg beginnt mit einem ersten Schritt."

Recherche und Ideensammlung

Der erste Projektschritt besteht in der Recherche von bereits bestehenden Angeboten für Menschen mit Demenz in den Kommunen Baden-Württembergs. Neue, innovative Qualitäten in der Betreuung von Menschen mit Demenz in der Kommune sind mancherorts zu entdecken. Sie werden in einem Ideenpool gesammelt und strukturell aufgearbeitet – schließlich muss nicht jeder das Rad neu erfinden.  

Datenbank für Entscheidungsträger

Daraus entsteht eine Datenbank mit allen demenzspezifischen Angeboten im Land, die weit über die bisherigen klassischen Betreuungs- und Entlastungsangebote hinausgeht. Die Entscheidungsträger und Akteure in Kommunen werden Informationen und Anregungen finden, zusammen mit Struktur- und Aufbauhilfen für bewährte und neue Angebote in der Versorgung von Menschen mit Demenz.

Vernetzung

Zusammen mit den Demenzakteuren vor Ort werden wir in einem nächsten Schritt auch neue Ideen in der Vernetzung von Profis, ehrenamtlich Engagierten und Angehörigen entwickeln und umsetzen.

Vorankündigung: Landesweite Impulsveranstaltungen

Vier Veranstaltungen für kommunale Akteure setzen Impulse: Was zeichnet eine demenzaktive Gemeinde aus? Welche Unterstützung brauchen Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen, um möglichst lange in ihrem vertrauten Umfeld leben zu können? Wie entsteht vor Ort ein lebendiges Demenz-Netzwerk?

  • 15.11.2017 | Schwäbisch Gmünd
  • 29.11.2017 | Mosbach
  • 05.12.2017 | Sulz am Neckar
  • 07.12.2017 | Altheim-Heiligkreuztal

Modellprojekt des Landes und der Pflegeversicherung

Gefördert wird das dreijährige Modellprojekt durch das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg sowie aus Mitteln der sozialen und privaten Pflegeversicherung.

Der zuständige Minister Manne Lucha schrieb in seinem Grußwort zum Welt-Alzheimertag in der Ausgabe 3/2016 des alzheimeraktuell

"Das Ministerium für Soziales und Integration fördert im Rahmen des Innovationsprogramms Pflege 2016 gemeinsam mit den Pflegekassen das Projekt Demenz und Kommune (DeKo) der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg. Wir wollen die Kommunen in ihrer Verantwortung motivieren und ermächtigen, vernetzte Strukturen der Unterstützung auszubauen."

Wir sind zuversichtlich, dass wir mit dem Projekt Demenz und Kommune konstruktive Anstöße dazu geben können, dass die ambulanten Versorgungsstrukturen für Menschen mit Demenz in Baden-Württemberg in den Kommunen vor Ort gestärkt und weiterentwickelt werden.

Ansprechperson für dieses Projekt ist Susanne Himbert, Fachstelle Demenz und Kommune. Sie erreichen sie unter Telefon 0711/248496-68 oder per Mail an susanne.himbert(at)alzheimer-bw.de.

Eine Kurzzusammenfassung über DeKo finden Sie hier.

Beratungstelefon 0711 / 24 84 96-63


Telefon © fotolia/Patrick PAZANNO

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