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Prävention

Sie finden im Folgenden einige Beiträge dazu, welche Faktoren eine demenzielle Erkrankung begünstigen bzw. hinausgezögern können.

Risikofaktoren und Vorbeugung

Risikofaktoren und Vorbeugung

Alter ist der größte Risikofaktor

Grundsätzlich ist das größte Risiko, an Alzheimer zu erkranken, schlicht und einfach das eigene Alter. Wir wissen, dass die Alzheimer Demenz gehäuft erst nach dem 65. Lebensjahr auftritt und nur zu einem sehr geringen Prozentsatz vererbbar ist. (Eine deutlich früher und in der Regel schneller verlaufende Sonderform der Alzheimer Demenz ist zwar familiär in erhöhtem Maße vererblich, aber sehr selten.)

Über 30% der 85-Jährigen sind an Alzheimer erkrankt, bei 90-Jährigen sprechen die Wissenschaftler von bis zu 40-50%. Eine Studie an 15 Hundertjährigen ergab bei allen Untersuchten eindeutige Alzheimer Symptome bzw. Prozesse – die Studie erfasste aber nur 15 Personen und ist von daher nicht wirklich repräsentativ bzw. signifikant. Trotz alledem kann ein Mensch natürlich auch geistig völlig gesund altern.

Mittlerweile sind genetisch bedingte Risikofaktoren wissenschaftlich erforscht. Wer diese Gene in sich trägt, muss nicht zwangsläufig an Alzheimer erkranken, hat aber ein deutlich erhöhtes Erkrankungsrisiko.

Frauen sind offensichtlich auch unter Berücksichtigung ihrer höheren Lebenserwartung in erhöhtem Maße von der Alzheimer Krankheit betroffen.

Kann man sich vor Alzheimer schützen?

Eine wirksame Vorbeugung ist bis heute nicht möglich. Aber es gibt viele Erkenntnisse und Maßnahmen, die eine Alzheimer Erkrankung zumindest hinauszögern können. Dazu zählt in allererster Linie eine gesunde Lebensführung mit ausreichend körperlicher Bewegung und einer vernünftigen Ernährung. Auch soziale Kontakte und Aktivitäten scheinen das Gehirn deutlich länger jung und gesund zu erhalten, wie zahlreiche neue Studien belegen.

Das sind Empfehlungen, die wir ernst nehmen sollten – zumal sie auch in Bezug auf andere Krankheitsrisiken gelten! Allerdings sind sie keine Garantie dafür, nicht trotzdem zu erkranken. Es gibt genügend Menschen, die ihr ganzes Leben lang geistig und körperlich hochaktiv waren und die dennoch an Alzheimer erkrankt sind. Das größte Risiko für Alzheimer ist, wie bereits erwähnt, das eigene Alter!

Alle angeblichen „Wundermittel“ (wie das Trinken von grünem Tee, das Essen von Äpfeln, das Beobachten des Kupferspiegels und vieles mehr), die vor allem von der Regenbogenpresse allzu gern aufgenommen und verbreitet werden, sind höchstens kleine Mosaiksteinchen in der Alzheimer-Prävention. Sie alle mögen ihre Berechtigung in Teilbereichen haben, können aber für sich genommen keinen sicheren Schutz bewirken.

Dagegen gibt es eine ganze Reihe weiterer Risikofaktoren, die einer Alzheimer Erkrankung offensichtlich Vorschub leisten. Dazu gehören internistische Risiken wie hoher Blutdruck, hohe Cholesterinwerte, Diabetes und Übergewicht. Letztlich liegt es im Ermessen jedes einzelnen Menschen, wie viel Verantwortung er seinem Körper (seinem Gehirn eingeschlossen!) gegenüber aufbringen möchte.

Zusammenfassend bleiben die folgenden Ratschläge:

  • Vermeiden Sie die oben angeführten internistische Risiken.
  • Ernähren Sie sich möglichst gesund. (Hier scheint die so genannte Mittelmeerkost mit viel Obst, Salat und Gemüse, Fisch und wenig Fleisch bzw. Wurst die besten Effekte zu erzielen)
  • Trinken Sie wenn, dann nur mäßig Alkohol
  • Sorgen Sie für intensive Bewegung
  • Pflegen Sie Freundschaften und andere soziale Kontakte (besonders der Kontakt zu Kindern ist offensichtlich für unser Gehirn ein regelrechter „Jungbrunnen“!)

Vortrag "Prävention bei dementiellen Erkrankungen"

Vortrag "Prävention bei dementiellen Erkrankungen"

Dr. med. H. Heckelmann ist Chefarzt der Abteilung für Geronto- und Neuropsychiatrie des Zentrums für Psychiatrie Emmendingen. Er hat in der Sitzung des Fachlichen Beirats unseres Landesverbandes am 02. Dezember 2005 einen interessanten Vortrag gehalten, der Ihnen hier zum Download (pdf 1,50 MB) zur Verfügung steht.

Bewusste Ernährung - ein Teil der Demenzprävention

Bewusste Ernährung - ein Teil der Demenzprävention

Welche Rolle eine ausgewogene Ernährung bei der Demenzprävention spielen kann, erfahren Sie hier in einem Artikel der Diplom-Oecotrophologin Dr. Brigitte Bauer-Söllner. Sie ist langjährige ehrenamtliche Mitarbeiterin in unserem Redaktionsteam.

Interview "Tanzen gegen die Vergesslichkeit"

Interview "Tanzen gegen die Vergesslichkeit"

Interessantes Interview im Deutschlandradio Kultur, in dem Prof. Wolfgang Maier, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Bonn und Sprecher des bundesweiten Forschungsverbundes "Kompetenznetz Degenerative Demenzen" über Vorbeugung bei Demenzerkrankungen befragt wird.

Broschüre "Geistig fit im Alter"

Broschüre "Geistig fit im Alter"

Broschüre: Geistig fit im Alter

Die Broschüre des Bundesministerium für Gesundheit informiert über Demenzen und mögliche Maßnahmen, die das Erkrankungsrisiko beeinflussen können.

Sie können diese Broschüre hier herunterladen oder kostenlos bei folgender Adresse bestellen:

Publikationsversand der Bundesregierung
Postfach 48 10 09
18132 Rostock
Mail: publikationen(at)bundesregierung.de
Tel: 0 18 05 / 77 80 90
Fax: 0 18 05 / 77 80 94

Best.-Nr.: BMG-V-10002

Die Genetik der Alzheimer-Krankheit

Die Genetik der Alzheimer-Krankheit

In 90 % der Fälle wirken bei der Entstehung der Alzheimer-Krankheit erbliche Faktoren, Alterungsprozesse des Gehirns, Vorerkrankungen des Gehirns und Umwelteinflüsse zusammen. Dieses Zusammenspiel beschreibt ein Informationsblatt der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, das Sie hier herunterladen können.