"Frisch serviert..."


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Noten ©dancwart (piqs.de)

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Auto fahren

Eines der besonders heiklen Kapitel ist das Autofahren – Statussymbol vor allem für die Herren der Schöpfung in der jetzigen älteren Generation, aber auch darüber hinaus Selbstverständlichkeit und für viele Menschen und ihre Mobilität unverzichtbar.

In Bezug auf die generelle Fahrtüchtigkeit von Menschen mit Demenz streiten sich die Fachleute: Die Einen halten es durchaus für vertretbar, dass ein Mensch mit einer Alzheimer Demenz in der Frühphase noch Auto fährt (allerdings nur vertraute Wege und möglichst in Begleitung). Andere lehnen das Autofahren bei einer diagnostizierten Alzheimer Demenz aus Verantwortungsgründen kategorisch ab.

In jedem Fall ist es schwierig, in der Praxis damit umzugehen:

  • Sinnvoll und ratsam ist es, die Führerscheinstelle beim Stadt- oder Landkreis einzuschalten, um die eigene Fahrtauglichkeit zu überprüfen und somit mögliche Gefahren für den dementiell erkrankten Menschen und andere Verkehrsteilnehmer abzuwenden.
  • Hilfreich und völlig legitim kann aber auch zum Beispiel die Notlüge sein, dass das Auto kaputt ist und erst noch zur Reparatur muss oder ähnliches. Oft wird der demente Mensch sein aktuelles Anliegen vergessen bzw. sich zumindest kurzfristig ablenken lassen. Das gelingt umso besser, je mehr die Krankheit fortschreitet.

Im ungünstigsten Fall kann der Erkrankte bei einer Schadensverursachung trotz der bestehenden Kfz-Haftpflichtversicherung zur finanziellen Mitverantwortung gezogen werden.


Die Rechtsanwältin Bärbel Schönhof, 2. Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, hat die Haftungsverantwortung von Ärzten bei der Beurteilung der Fahrtüchtigkeit ausführlich beschrieben. Sie finden diesen Text hier.