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Pflegestärkungsgesetz


Das Wichtigste - einfach erklärt

Am 01.01.2017 ist das Pflegestärkungsgesetz II – mit grundlegenden Veränderungen und zahlreichen Verbesserungen für die Betreuung und Pflege von Menschen mit Demenz – in Kraft getreten. Die wichtigsten Informationen dazu finden Sie in den Filmen

  • Pflegebegutachtung mit dem MDK
  • So bereiten Sie sich auf den MDK-Besuch vor

Aktivierung und Beschäftigung

Vieles ist nicht mehr möglich...

Menschen mit Demenz sind, je nach Phase ihrer Erkrankung, immer weniger in der Lage, den gewohnten Freizeit- und Beschäftigungsaktivitäten nachzugehen. Film und Fernsehen sind durch ihre schnellen Bildwechsel und komplexen Handlungen zunehmend schwerer zu verfolgen. Auch das Lesen und Verstehen von Texten, etwa in Zeitungen und Büchern, ist immer weniger möglich. Die Bewegungsfähigkeit schränkt sich, meist auch altersbedingt, immer weiter ein, die Fähigkeit zu eigenem kreativen Tun wie z.B. Musizieren wird bei vielen Betroffenen fortschreitend weniger.

Foto: Aquarellmalerei

... aber manches kann neu dazu kommen!

Eine demenzielle Erkrankung kann aber auch Türöffner sein zu Aktivitäten, die im bisherigen Leben keine Rolle gespielt haben. Manche Betroffene entdecken z.B. ihre Begabung und ihre Freude an der Malerei oder dem Theater spielen. Ausdrucksformen, die im bisherigen Leben vielleicht nicht gefördert oder vernachlässigt wurden – aus Zeitmangel oder fehlendem Zugang.

Jeder Mensch ist anders!

Wichtig ist dabei zu beachten, dass es den Menschen mit Demenz nicht gibt, sondern jeder Einzelne individuelle Vorlieben und Abneigungen hat, die zu berücksichtigen sind. Auch das Stadium der Erkrankung spielt hierbei eine große Rolle. So wird ein zeitlebens sportlich aktiver Betroffener mit Ende 50 in einer frühen Phase der Demenz andere Freizeitbeschäftigungen als befriedigend empfinden als wie es ein 90-jähriger in einem fortgeschrittenen Stadium tut, dessen Liebe Zeit seines Lebens der klassischen Musik galt.


Projekte, Praxisbeispiele und Literatur

Wir stellen Ihnen hier Projekte, Praxisbeispiele und Literatur zum Thema vor und nennen Bezugsquellen, bei denen Sie Beschäftigungsmaterialien für Menschen mit Demenz erhalten können. Klicken Sie einfach auf eines der folgenden Themengebiete:

Wir werden diese Rubriken regelmäßig aktualisieren und erweitern und freuen uns, wenn Sie uns dabei mit weiteren Hinweisen und vor allem auch mit eigenen praktischen Erfahrungen – am Besten per Mail – unterstützen.


Biografiebogen

Um mit Menschen mit Demenz sinnvoll den Alltag gestalten zu können, ist es notwendig, ihre besonderen, individuellen und im Lauf eines langen Lebens erworbenen Vorlieben und Abneigungen kennen zu lernen und um die persönliche und familiäre Herkunft zu wissen. Sie können dafür einen Biografiebogen verwenden, auf dem eben diese Besonderheiten erfasst sind und den Sie hier herunterladen können.


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Telefon © fotolia/Patrick PAZANNO

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