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Alle reden von "Alzheimer" und meinen die Krankheit.
Wer aber war der Arzt, der diese Krankheit entdeckte und erforschte?
Konrad und Ulrike Maurer haben die erste Biographie über Alois Alzheimer geschrieben.
1995 - und dies war der Anstoß für dieses Buch - wurde die Krankenakte der Auguste D. in Frankfurt gefunden. In diese Akte hat Alzheimer zum ersten Mal die Krankheit beschrieben, die seinen Namen trägt und die inzwischen eine "Weltkarriere" gemacht hat.
Von Alzheimer und seiner Zeit, von der Geschichte der Psychiatrie und von der Alzheimerischen Krankheit handelt dieses Buch.
(Quelle: Klappentext des Buches)
Piper Verlag München 1999, 320 Seiten, €19,90, ISBN: 9783492040617

Die deprimierende Dramaturgie dieses Leidensweges macht Michael Jürgs auf beklemmende Weise nachvollziehbar. In seiner belegfreudigen, medizinhistorisch konzisen und doch unterhaltsamen Studie zeichnet er jenen "Abgang ins Niemandsland" und jenes "Attentat gegen den Verstand" nach, von denen allein in Deutschland deutlich mehr als eine Million Menschen betroffen ist - und für deren ungeheuerliches Verwüstungspotential Namen von ehedem so scharfsinnigen Geistern wie Ronald Reagan, Herbert Wehner und, avant la lettre, wohl sogar Immanuel Kant stehen.
Jürgs arbeitet psychologisch anschaulich das heraus, was er den "langen Abschied vom normalen Leben" nennt: anfänglich kleine Entschuldigungen vor sich und anderen, dass der Geist nicht so reibungslos funktioniert wie gewohnt; sodann kleine Finten, um sich und andere über den bereits ruchbaren Verlust der Alltagstüchtigkeit zu täuschen; schließlich die unhintergehbare Erkenntnis, in einem Labyrinth gefangen zu sein, das keinen Ausgang hat. Und die damit korrespondierende Angst vor totaler Isolation, die durch die mähliche Degeneration des sprachlichen Vermögens ins Unendliche potenziert wird.
(Hendrik Werner)
Bertelsmann, München 2006, 447 Seiten, € 12,00
ISBN-10: 3570009343, ISBN-13: 978-3570009345