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Eines Tages, ganz plötzlich, wird Oma seltsam und geizig. Sie erkennt das Bäckerauto nicht, das jeden Donnerstag angefahren kommt. Sie hat den Namen ihres Enkelsohns vergessen. Und dann holt Oma auch noch all ihr Erspartes von der Bank und bringt es nach Hause. Dort soll der Enkel darauf aufpassen. Wie gut, dass er Pfeil und Bogen hat! Aber auf der Bank macht man sich Sorgen und schickt einen Arzt bei Oma vorbei. Der kann ihr zur großen Erleichterung aller das Gedächtnis wieder zurückgeben.
(Text: www.moritzverlag.de)
Das liebenswert und humorvoll gestaltete Bilderbuch behandelt zwar nicht ausdrücklich das Thema Demenz, zeigt aber aus der Sicht des sechsjährigen Enkels, was passieren kann, wenn Menschen alt werden und vertraute Abläufe und alltägliches Geschehen plötzlich in Frage stehen.
Moritz Verlag 2008, 37 Seiten, gebunden, € 12,80 ISBN: 9783895651960,

Freundschaft zwischen einem kleinen Jungen und einer an Demenz erkrankten Frau.
Jeden Tag machen Anna Maria Sofia und der kleine Wim einen Spaziergang. Sie nehmen immer denselben Weg. Wim ist zwar noch jung, aber trotzdem passt er auf die alte Anna auf und nicht umgekehrt. Er weiß schon eine ganze Menge über ihr Leben, sogar Dinge, die sie selbst vergessen hat. Und das sind sehr viele.
(Klappentext Carlsen Verlag)
Illustriert wurde das Buch von Ingrid Godon
Carlson Verlag, Hamburg 2006, 40 Seiten, € 13,-
ISBN-10: 3551516553, ISBN-13: 978-3551516558

Harry Whitney hat Alzheimer. Nach seinem Tod finden sich verschlüsselte Briefe, die er an seine kleine Enkelin Emily geschrieben hat. Harry erzählt Emily darin von den Herausforderungen des Lebens, von der Liebe und dem Verzeihen. Mit großem Erstaunen erkennt die Familie, dass Harry ihnen ein Geschenk von unschätzbarem Wert gemacht hat.
(Klappentext Fischer Taschenbuch Verlag)
Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt 2005, 4. Auflage, 256 Seiten, € 7,95
ISBN-10: 3596159563, ISBN-13: 978-3596159567

Es war einmal ein Fuchs, der wusste alles, was ein Fuchs so wissen muss. Wer alles weiß, kann lange leben, dachte der Fuchs, und lebte ein langes Leben voller Abenteuer. Dann aber fing er an zu vergessen, dass er ein Fuchs war.
Das Buch erzählt die Geschichte vom alten schlauen Fuchs, weise und erfahren durch ein langes Leben, versierter Gänsedieb und trickreich, wenn es darum geht, den Hunden des Jägers zu entkommen. Ein Vorbild für die jungen Füchse.
Doch dann fängt er an, vergesslich zu werden. Erst verwechselt er nur die Wochentage, vergaß den Geburtstag eines Freundes oder einen Gedanken. Alles in allem kein Problem für den Fuchs. Doch von Seite zu Seite des Buches vergisst der Fuchs immer mehr – wo er wohnt, das Jagen, das Laufen. Schließlich erkennt er erst im letzten Moment die Hunde des Jägers und entkommt ihnen ein letztes Mal.
Die jungen Füchse finden und pflegen ihn, nur seinen Verstand können sie ihm nicht zurückgeben. Verspottet von den Gänsen, den Hühnern und den Schafen, nicht mehr in der Lage, sich zu wehren, unterhält sich der alte Fuchs am liebsten mit dem freundlichen Fremden – seinem Spiegelbild im Fluss.
Ein einfühlsames Bilderbuch, dass in eindrucksvollen Bildern die Tragik dieser Situation deutlich macht, den fortschreitenden Verlauf einer Demenz anschaulich darstellt, dem Fuchs aber immer seine Würde belässt. Bei aller Schwere des Themas lässt der Autor immer auch eine sympathische Komik mitschwingen und macht deutlich, wie wichtig und tröstlich es ist, sich auf andere verlassen zu können, wenn man selber nicht mehr alles kann.
Es war einmal ein alter Fuchs ohne Verstand.
Er wusste nichts und fühlte nur.
Er fühlte, wenn jemand seine Wunden leckte.
Er fühlte, wie es ist, keinen Hunger zu haben.
Er liebte es, wenn die jungen Füchse von der Jagd erzählten.
Er mochte ihre Tricks, vor allem den mit dem Strohhalm.
Ein paar Dinge fielen ihm schwer:
Er konnte sich keine Namen merken.
Er fand den Weg nach Hause nicht.
Er schlief nie gern allein.
Aber das musste er auch nicht.
(Oliver König, Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg)
Das Buch hat den Jugendliteraturpreis 2011 in der Sparte Bilderbuch verliehen bekommen!
Die Begründung der Jury können Sie hier nachlesen.
BV Berlin Verlag GmbH 2010, 40 Seiten, 13,90 €
ISBN: 978-3-8270-5397-8

Fini wundert sich: Die neue Omi ist anders!
Was hat sie sich immer über Finis Frisur aufgeregt, als sie noch die alte Omi war. In den Park ist sie mit ihr gegangen – die Enten füttern und von fernen Ländern träumen. Und gekocht hat sie – exotische Speisen, die bei Mama, Papa und Fini den ganzen Tag für gute Laune gesorgt haben. Doch seit Omi im Krankenhaus war, ist alles anders. Mit einem Mal bewundert sie Finis Frisur und die harten Brotkrümel isst sie selbst, statt sie den Enten zu geben. Am liebsten sitzt sie jetzt im Lehnstuhl und erzählt Geschichten aus ihrer Jugend. Vor ein paar Tagen hat sie alle Herdplatten aufgedreht – aber nicht, um zu kochen, sondern um sich die Hände zu wärmen. Mama ist besorgt und Fini verspricht, ein Auge auf Oma zu haben – doch das geht beinahe schief. Und so steht Mama eines Tages mit Agathe im Wohnzimmer, die ab sofort helfen wird, nach der Omi zu schauen. Doch nicht ohne Fini, die nun dafür zuständig ist, die Großmutter am Sonntag zu frisieren. Denn eins ist klar: sie liebt die Omi! Die neue genauso wie die alte.
"Die neue Omi" ist ein Bilderbuch, das in wenigen Worten und sympathischen wie witzigen Zeichnungen Kindern vermittelt, was es heißt, wenn die starke, kluge und energische Großmutter mit einem Mal selber auf Hilfe angewiesen ist. Verzichtet wird auf abstrakte medizinische Erklärungen, auch Begriffe wie Demenz fallen nicht. Dennoch wird Kindern deutlich, dass Finis Omi etwas Einschneidendes passiert sein muss, denn sie war im Krankenhaus und es ist "ein Wunder, dass sie wieder aufgewacht ist". Für Fini kehren sich die Rollen um. Nun ist sie diejenige, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten Verantwortung und Fürsorge für ihre Omi übernimmt – und so der Großmutter etwas von der Liebe und Geborgenheit zurückgeben kann, die sie selbst bekommen hat.
(Text: Oliver König, Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg)
Jungbrunnen Verlag Wien 2011, 32 Seiten, 13,90 €, ISBN 978-3-7026-5826-7

Eigentlich ist es ein ganz gewöhnlicher Tag, und eigentlich ist Florian ein ganz gewöhnlicher Junge. Bis sich mit einem Mal ein kleiner Spatz auf seinen Kopf setzt! Jetzt erklärt ihm Katja aus seiner Schule, dass sie in ihn verliebt ist - und Florian bekommt ein Kribbeln im Bauch. Und dann lernt er die alte Frau Raaphorst kennen, die ihren Hausschlüssel vergessen hat. Das ist an sich nicht schlimm, doch Florian verwirrt, dass sie zu dem Schlüssel "Gabel" sagt. Er beschließt mit Katja, der alten Dame zu helfen. Ziemlich viel für einen gewöhnlichen Tag - und noch ist es nicht Abend!
Eine wunderbare Geschichte vom Verstehen, Vergessen und Verlieben
(Text: www.oetinger.de)
Oetinger Verlag 2007, 112 Seiten, gebunden, € 9,90
ISBN-13: 978-3-7891-4029-7
Die Geschichte ist auch als Hörbuch erschienen und kostet € 16,95.
Die Württembergische Landesbühne bietet das Buch als szenische Lesung an.

"Was ist nur mit Oma los?", fragt sich Paula besorgt. Plötzlich bringt sie Namen durcheinander, stellt ihren Schuh in den Kühlschrank und tut andere verrückte Dinge. Macht Oma Spaß? "Nein, deine Oma ist krank", sagt der Arzt. "Sie hat Alzheimer." "Alzh... was?", fragt Paula. Was auch immer es sein mag: Paula hält zu ihrer Oma und hilft ihr.
Brunnen Verlag 2007, 32 Seiten, gebunden, € 11,95
ISBN: 978-3-7655-5562-6

In diesem Bilderbuch erzählt das Mädchen Paula aus ihrem Alltag mit ihrer Oma Anni. Oma Anni wohnt seit einiger Zeit bei Paulas Eltern im Haus. Paula beschreibt sehr anschaulich, dass ihre Oma Anni anders ist als andere Omas, denn Oma Anni hat die Alzheimer Krankheit.
Gern können Sie hier eine Rezension lesen.
Beltz Verlag, Wien 2006, 32 Seiten, € 12,95
ISBN-10: 3219112609, ISBN-13: 978-3219112603

Greta, die Hauptperson in dieser Geschichte, erzählt von ihrer Oma, die seit kurzer Zeit bei ihr und ihren Eltern wohnt, weil, so sagt Papa, das Gedächtnis von Oma nicht mehr richtig funktioniert ...
Wittig Verlag, Kiel 2004, 30 Seiten, € 12,90
ISBN-10: 3804844839, ISBN-13: 978-3804844834

Was tun mit einer Oma, die alles vergisst?
Jakobs Oma hat ein kleines Haus in einem großen Garten, sie kann wunderbaren Streuselkuchen backen, Klavier spielen und schrecklich altmodische Lieder singen. In letzter Zeit wird sie aber immer vergesslicher: Sie schiebt die Geldtasche ins Backrohr, sie bringt die Pizza am Donnerstag statt am Dienstag ... Halb so wild, findet Jakob. Aber seine Eltern machen sich Sorgen. Was tun mit einer Oma, die alles vergisst?
Saskia Hula erzählt mit dem ihr eigenen Gespür für kindliche Wahrnehmung und Empfindung; sie verpackt ein Thema, das viele Kinder zum Hinterfragen anregt, in eine genussvoll und spannend zu lesende Geschichte.
(Kurzbeschreibung Amazon.de)
Dachs-Verlag 2006, 1. Auflage, 56 Seiten, € 9,60
ISBN-10: 3851914074, ISBN-13: 978-3851914078

Pepe ist sich sicher: Opa ist ein Baby!
Das Bilderbuch schildert, wie der kleine Pepe mit Erstaunen das Altern seines Großvaters mit all seinen "Merkwürdigkeiten" erlebt und wie er seine eigenen kindlichen Schlüsse daraus zieht.
Doch Pepes Mutter zeigt ihm mit Hilfe von "Opas Photos", dass Opa nicht immer so war, wie Pepe ihn heute wahrnimmt. Doch bei all dem ist Pepe vor allem klar: "Opa ist ein toller Opa!"
Das Buch beleuchtet einen kurzen Moment im Alltag von drei Generationen einer Familie, in der der Eine noch nicht, der Andere nicht mehr so kann. Eindrucksvoll zeigt das Buch auch die Situation vieler pflegender Angehöriger im Spagat zwischen versorgender Mutter einerseits und versorgender Tochter andererseits auf.
Die Bilder des Buches erscheinen vielleicht auf den ersten Blick sehr wuchtig und dominant, entwickeln aber spätestens beim zweiten Hinschauen eine Ausdrucksstärke, die den Inhalt der Geschichte noch eindrücklicher werden lässt.
Kinderbuchverlag Wolff, 28 Seiten, gebunden, € 12,90
ISBN-13 978-3-938766-05-7

Jake lebt seit frühester Kindheit mit seiner Mutter bei seinem Großvater Skelly. So lange er denken kann, war Skelly immer für ihn da, hat ihm Mut gemacht und sein Selbstvertrauen gestärkt. Eines Tages beginnt Skelly sich zu verändern und für Jake erhält die stets vertrauensvolle und verlässliche Beziehung erste Risse.
Bertelsmann Verlag 2003, 128 Seiten, € 9,90
ISBN-10: 3570302938, ISBN-13: 978-3570302934

Elmer und Soscha sind die Hauptpersonen aus Edward van de Vendels Jugendbuch "Was ich vergessen habe". Darin erzählt der niederländische Autor eine wunderschöne Geschichte von Freundschaft und Liebe – nicht nur zwischen den beiden Kindern. Denn nach und nach rückt jemand anderes in den Mittelpunkt des Geschehens: Elmers Großvater. Er lebt in einem Heim, hat scheinbar alles vergessen und spricht nicht mehr. Deshalb spielt Elmer lieber Fußball als ihn zu besuchen. Durch Soscha und ihre verrückten Ideen ändert sich das. Nach einer aufregenden Entdeckung will Elmer mehr über seinen Opa wissen. Er wird aktiv und muss dabei einiges lernen – übers Älterwerden und über sich selbst.
"Was ich vergessen habe" ist ein frisches und witziges Buch über ein bedeutendes Thema.
Carlsen Verlag 2004, 158 Seiten, € 12,00
ISBN-10: 3551552363, ISBN-13: 978-3551552365

Der sechsjährige Tim ist verwirrt, denn seine Oma ist in letzter Zeit so komisch. Gestern hatte sie einen grünen und einen roten Strumpf an und heute hat Tim ihre Brille im Kühlschrank gefunden. Zum Spülen stellt sie die Tassen in die Badewanne. Und trotzdem tut sie so, als hätte sie gar nichts gemacht und schimpft dafür mit Tim. Der versteht die Welt nicht mehr! Seine ältere Schwester Charlie hat für seinen Kummer überhaupt keinen Nerv, und die Eltern und Opa kümmern sich nur um Oma! Für Tim hat keiner mehr Zeit!
Spätestens als Oma das Essen auf dem angeschalteten Herd vergisst und verschwunden ist, merken alle: So kann das nicht weitergehen! Irgendetwas stimmt da nicht mit Oma. Ein Termin beim Arzt bringt Klarheit. Die Oma hat "Alzheimer". Tim ist froh: Wenn die Oma krank ist, wird sie ja bald wieder gesund und die Anderen haben endlich wieder mehr Zeit für ihn. Doch Tim wird enttäuscht – das Gegenteil ist der Fall, und so packt er seinen kleinen Koffer und seinen Stoffaffen Zorro und haut ab. Doch weit kommt er nicht, und seine Eltern erklären ihm endlich, was mit der Oma los ist.
Das Vorlesebuch "Warum legt Oma ihre Brille in den Kühlschrank?" gliedert sich in zwei Hälften. Im ersten Teil werden Kinder, begleitet von ansprechenden Bildern, an das Thema Alzheimer herangeführt und es wird aufgezeigt, was sich im Leben der einzelnen Familienmitglieder nun ändert. Die Eltern gehen in eine Alzheimer-Angehörigen-Selbsthilfegruppe, morgens kommt eine Pflegekraft in den Haushalt, tagsüber ist die Oma in einer Tagesbetreuung und auch die Kinder lernen, lockerer mit dem Anderssein der Oma umzugehen. Im zweiten Teil des Buches wird Eltern und Großeltern erklärt, welche Auswirkungen eine Alzheimererkrankung für die Familie und insbesondere für Kinder hat. Es zeigt gut verständlich auf, was sie tun können, um Kindern zum Einen die Situation verständlich zu machen und zum Anderen, wie sie sich verhalten können, damit Kinder unter diesen belastenden Umständen nicht zu kurz kommen.
(Text: Oliver König, Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg)
Mehr Zeit für Kinder 2010, 38 Seiten, € 4,98, www.mzfk.net