1092 Beratungen mit rund 25.800 Gesprächsminuten Unser Beratungstelefon war auch 2019 sehr gefragt

Informationen aus der Geschäftsstelle
  • 65% der Anrufenden waren Angehörige, 5% Betroffene und Menschen, die Sorge hatten, selbst betroffen zu sein und die sich erkundigten, wo sie sich testen lassen und gegebenenfalls auch eine Diagnose erhalten können.
  • Die meisten Betroffenen in den Beratungsfällen waren hochaltrig, aber regelmäßig erreichen uns auch Beratungsanfragen, in denen die Betroffenen jung erkranken. In 65 Beratungsfällen waren die Menschen mit Demenz unter 65 Jahre alt und dabei in den meisten Fällen an einer Frontotemporalen Demenz erkrankt.
  • Die häufigsten Beratungsthemen waren neben den Informationen zur Erkrankung vor allem die Suche nach Entlastungsmöglichkeiten (474 Beratungen).
  • Mit 313 Beratungen folgte der Bereich Umgang mit schwierigen Verhaltensweisen. Vor allem die Verweigerung von Hilfen, das Verleugnen der Krankheit sowie Unruhe, Hinlaufen, Auto fahren und aufbrausendes abwehrendes Verhalten erschweren den Angehörigen die Bewältigung des Alltages.
  • Häufiger als im vergangenen Jahr sprachen Angehörige über ihre Belastungssituationen, die teils bereits deutlich über den Belastungsgrenzen der Einzelnen lagen (270 Beratungen). Gemeinsam mit den Gesprächen zu rechtlichen und finanziellen Fragestellungen (275 Beratungen) belegten sie Platz 3.
  • Bei den Beratungen von Angehörigen und Betroffenen wurde in ca. 90% auch an lokale Hilfeangebote und die Demenzberatungsstellen/Pflegestützpunkte vor Ort vermittelt.
  • Deutlich zugenommen haben Beratungen von Angehörigen, deren von Demenz betroffene Familienmitglieder bereits in Pflegeeinrichtungen leben (81 Beratungen/2018 ca. 30 Beratungen). Angehörige sind sehr bemüht, Lösungen zu suchen, um Einrichtungen in der Betreuung und Pflege zu unterstützen und bringen eigene Ressourcen teils sehr umfangreich mit ein.
  • Auch Fachkräfte aus Diensten, Einrichtungen und Beratungsstellen im Land lassen sich häufig und gerne von uns beraten (284 Beratungen), zum Beispiel zu besonderen Krankheitssituationen, rechtlichen Veränderungen und zur Suche nach Referierenden und Materialien für geplante Veranstaltungen vor Ort.