Aktuell im TV


Montag, 27.11.2017, 20:15 Uhr, 3SAT

Für Dich dreh ich die Zeit zurück

Spielfilm, Deutschland 2017

Für Hartmut (Erwin Steinhauer) ist seine Ehefrau Erika (Gisela Schneeberger) die Liebe seines Lebens. Mit aller Kraft stemmt er sich gegen ihre Alzheimer-Erkrankung. Merkzettel und alte Fotoalben sollen helfen, die Lücken in ihrem Gedächtnis wieder zu schließen. Hartmuts Geduld wird oft auf die Probe gestellt, vor allem, wenn die eigene Frau eher seinen Nachbarn Jochen (Wolfgang Böck) wiederkennt als ihren eigenen Mann. Den Rat der Ärztin (Doris Hindinger), seine Frau endlich in eine Betreuungseinrichtung zu geben, lehnt Hartmut empört ab.

Wie ein Wunder erscheint es ihm, als Erika beim Klang von alten Disco-Hits spontan anfängt zu tanzen, als ob sie niemals einen Tanzschritt vergessen hätte. Obwohl sie danach wieder zurück in ihre eigene Welt fällt, erkennt Hartmut seine Chance. Wenn er es schaffen würde, die Zeit zurückzudrehen, könnte er seiner großen Liebe Erika noch einmal bewusst ganz nahe sein. So lässt er die 70er mit psychedelischen Tapeten und Disco-Musik wieder aufleben und gestaltet ihre gemeinsame Wohnung um. Während Sohn Thomas (Simon Schwarz) seinen Vater für verrückt erklärt, glaubt Enkelin Helena (Ella Rumpf) an Opas unkonventionelle Idee. Doch bei Erikas Reise in die Vergangenheit kommen Familiengeheimnisse ans Licht, die besser in Vergessenheit geblieben wären.

(Text: tvtv.de)


Dienstag, 28.11.2017, 00:30 Uhr, BR

Das Blaue vom Himmel

Spielfilm, Deutschland 2011

Entnervt folgt ein Taxifahrer der vornehm gekleideten Dame, die das Fahrgeld nicht bezahlen will, ins Haus. Marga Baumanis bietet ihm einen Kaffee an und schüttet in der verwahrlosten Küche beherzt das Kaffeepulver in eine Pfanne mit Ravioli. Sie ruft nach ihrem verstorbenen Mann Juris und sinkt im Schlafzimmer erleichtert in die Arme des 20-Jährigen. Marga hat Alzheimer. Sie flüchtet in ihre Imagination und in die Geborgenheit des Gestern. Als ihre Tochter Sofia, eine erfolgreiche Fernsehjournalistin, einen Anruf aus einer psychiatrischen Tagesklinik bekommt, beschließt sie, ihre Mutter Marga von dort zu sich nach Hause zu holen. Aus den wirren, verstörenden Erinnerungssplittern der an Alzheimer erkrankten Frau ersteht bruchstückhaft das Bild einer von verdrängter Schuld überschatteten Vergangenheit, die Sofia unbekannt ist. Ohnehin war das kühle Verhältnis der beiden nicht von gegenseitiger Offenheit geprägt. Sofia beschließt kurzerhand, die Geschichte ihrer Mutter zu erzählen, mithin ihre eigene Herkunft zu erkunden, und reist mit Marga nach Lettland. Schritt für Schritt werden dort die Ursachen für die gestörte Beziehung zu ihrer Mutter klar. Neben der Gegenwart, dem Jahr 1991, folgt das Melodram in Rückblenden Margas Erinnerungen an die zunächst unbeschwerte Jugend und ihre große Liebe, aber auch an die Abgründe ihrer folgenschweren Entscheidungen im vom Zweiten Weltkrieg erschütterten Lettland.

In einem starken Ensemble stehen neben David Kross, Matthias Brandt und Rüdiger Vogler vor allem Hannelore Elsner, Juliane Köhler und Karoline Herfurth im Mittelpunkt.

(Text: tvtv.de)