Aktuelle Forschung in Baden-Württemberg

Bitte beachten Sie:
Mit dem Hinweis auf Studien werben wir nicht pauschal für eine Teilnahme daran. Forschungsstudien sind einerseits wichtig und unerlässlich, um Fortschritte in Therapie und Versorgung zu erzielen. Eine Teilnahme muss andererseits immer sehr individuell betrachtet und entschieden werden.

Das Infoblatt 12 der Deutschen Alzheimer Gesellschaft "Klinische Forschung" gibt Grundsatzinformationen zur klinischen Forschung im Bereich Demenz und konkrete Entscheidungshilfen.


Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim | Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie | Gerontopsychiatrie und Gedächtnisambulanz

Trainings-Studie bei Frailty (abnehmende körperliche Fitness)

Gesucht werden ältere Probanden (mindestens 60 Jahre alt), die keine relevanten Gedächtnisstörungen bei sich bemerkt haben, jedoch körperlich nicht mehr ganz fit sind. Es wird die Auswirkung von einem täglichen 30-minütigen interaktiven Training zu Hause über 3 Monate auf die körperliche und geistige Gesundheit untersucht. Die Probanden sollen zu einer MRT-Untersuchung fähig sein. Unkosten werden erstattet.

Kontakt: Florian Beier, Telefon 0621 / 17 03-63 09, florian.beierzi-mannheimde

Trainings-Studie bei leichter kognitiver Störung

Gesucht werden ältere Probanden (mindestens 60 Jahre alt), die leichte Gedächtnisstörungen bei sich bemerkt haben, jedoch sonst noch gut alleine zurechtkommen. Es erfolgt eine umfassende klinische Diagnostik in der Gedächtnisambulanz des ZI (ärztliche Untersuchung, MRT, Gedächtnistestung, Blut- und Nervenwasseruntersuchung) zur Kategorisierung der Gedächtnisstörungen. In der Studie wird die Auswirkung eines täglichen 30-minütigen interaktiven Trainings zu Hause über 3 Monate auf die körperliche und geistige Gesundheit untersucht. Die Probanden sollen zu einer MRT-Untersuchung fähig sein. Unkosten werden erstattet.

Kontakt: Dr. Robin Bekrater-Bodmann, Telefon 0621 / 17 03-63 22, Robin.Bekrater-Bodmannzi-mannheimde

RECAGE – Respektvolle Versorgung von unruhigen oder verhaltensveränderten Patienten mit Demenz

Wir suchen für eine 3-jährige Beobachtungsstudie PatientInnen mit einer Demenzerkrankung (jede Form möglich), die deswegen zusätzlich Symptome wie Unruhe oder andere Wesens- oder Verhaltensänderungen jeder Form zeigen. Die Demenzpatienten sollen nicht in einer Pflegeeinrichtung leben.

In unserer Gedächtnisambulanz werden diese Patienten alle sechs Monate durch eine in der Demenzbehandlung erfahrene Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie medizinisch betreut und behandelt, wenn nötig können zusätzliche Visiten vereinbart werden. Für die Beobachtungsstudie wird die Ausprägung und der Verlauf der Verhaltensänderungen mittels Fragenbögen beurteilt, sowie auch die psychische und finanzielle Belastung der Bezugsperson bzw. der Familie durch die Pflege. Nach ärztlicher Einschätzung (Verschlechterung der Symptome) ist eine zeitnahe Aufnahme und Behandlung auf unserer Demenzstation möglich.

Um an der Beobachtungsstudie teilnehmen zu können, muss eine Bezugsperson vorhanden sein, die über den Gesundheitszustand des Patienten Auskunft geben kann. Da es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, ist eine Teilnahme mit keinerlei eventuell belastenden oder aufwändigen Zusatzuntersuchungen (MRT, Liquoruntersuchung) verbunden.

Kontakt:
Dr. med. Elisabeth Ulshöfer, Telefon 0621 / 17 03-36 33, elisabeth.ulshoeferzi-mannheimde
Dr. med. Lucrezia Hausner, Telefon 0621 / 17 03-30 11, lucrezia.hausnerzi-mannheimde

CBTlate: Untersuchung zur Wirksamkeit einer kognitiven Verhaltenstherapie und einer unterstützende Psychotherapie bei Depressionen im Alter

Depressionen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im höheren Lebensalter. Sie gehen mit einer reduzierten Lebensqualität und deutlichen Funktionseinschränkungen einher. Im Vergleich zur Depression im frühen Erwachsenenalter, bleibt die Altersdepression oft unerkannt. Die Behandlungsmöglichkeiten der Altersdepression sind bislang unter anderem durch die weniger wirksame medikamentöse antidepressive Behandlung und Nebenwirkungen der Medikamente begrenzt. Psychotherapie stellt daher eine wirksame Alternative dar. Der Nachweis der Wirksamkeit von psychologischen Interventionen (Psychotherapie) bei Altersdepression ist bisher jedoch unzureichend.

Mit dieser Studie wollen wir die Versorgung der Betroffenen mit Altersdepression verbessern. Unser Ziel ist die Etablierung einer Therapie, die für alle Betroffenen zugänglich und langfristig wirksam ist. Hierzu soll bei ambulanten Patienten mit einer Depression ein speziell für die Altersdepression (60 Jahre und älter) entworfenes 8-wöchiges kognitives Verhaltenstherapie-Programm (CBT) mit einer unterstützenden Psychotherapie (SUI) im Hinblick auf die Wirksamkeit verglichen werden.

Wie sieht eine Teilnahme aus?
Interessierte werden zu einem ersten Gespräch eingeladen, in dem sie umfassend über das Forschungsprojekt aufgeklärt werden. Es wird ein klinisches Interview mit Fragebögen durchgeführt.
In den folgenden acht Wochen finden zwei Psychotherapiegespräche pro Woche von 50 min Dauer, sowie drei weitere separate Untersuchungstermine statt.

Vorteile einer Teilnahme

  • Zügige Behandlung ohne lange Wartezeit in einem auf Altersdepression spezialisierten Psychotherapieprojekt.
  • Kurze und wirksame Therapie über acht Wochen.
  • Behandlung nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Methoden.

Teilnahmevoraussetzungen und weitere Informationen

Interessierte können sich melden unter depression.studiezi-mannheimde oder 0621/1703-3303 (mit Anrufbeantworter, Rückruf erfolgt durch uns).

Anmerkung AGBW: Diese Studie ist nicht für Menschen mit Demenz geeignet, Depressionen gelten jedoch als ein Auslöser demenzieller Symptome. Deshalb kann eine rechtzeitige Behandlung im Sinne einer Demenzprävention sinnvoll sein.


Institut für Studien zur psychischen Gesundheit (ISPG) Mannheim

Vorbeugung und Behandlung von Gedächtnisstörungen

Gesucht werden für eine Studie über die Wirksamkeit neuer Wirkstoffe (Medikamente) Menschen, die

  • zwischen 50 und 85 Jahre alt sind
  • familiär bedingt ein erhöhtes Risiko für Gedächtnisstörungen haben (z.B. Elternteil mit Alzheimer-Demenz, Hinweise aus gendiagnostischen Blutuntersuchungen)

oder

  • ein Nachlassen ihrer Gedächtnisleistung bemerkt haben.
  • eine Person haben, die beurteilen kann, wie sie bei Ihren alltäglichen Tätigkeiten zurechtkommen und die sich bereit erklärt, sie zu all ihren Untersuchungsterminen zu begleiten.

Interessierte aus dem Großraum Stuttgart können sich auch an die Praxis Dr. Heinz Herbst wenden.


Geriatrisches Zentrum am Universitätsklinikum Tübingen

Akzeptanzstudie zur Untersuchung von Cortex Trainer und Apps zum Gehirntraining

In einem höheren Lebensalter gewinnt nicht nur die körperliche, sondern auch die geistige Fitness zunehmend an Bedeutung, um im Alltag selbständig zu bleiben. Um dies zu erleichtern, sollen in dieser Studie verschiedene Verfahren zum spielerischen Training verschiedener geistiger Fähigkeiten ausprobiert werden. Dazu soll die Akzeptanz der eingesetzten Verfahren bei älteren Personen erfasst werden, um auch Menschen ohne Technikerfahrung den Zugang zu diesen Techniken zu erleichtern. So sollen Schlüsse gezogen werden können, wie kognitive und motorische Trainings durchgeführt werden sollten, um mit Spaß und Motivation trainieren zu können. Zusätzlich wird geprüft, ob durch die regelmäßigen Trainings das Gleichgewicht und kognitive Fähigkeiten verbessert werden können.

DIAN-Studie

DIAN steht für "Dominantly Inherited Alzheimer Network", das internationale Netzwerk für die dominant vererbte Alzheimer-Krankheit. Die Studie wurde im Jahr 2008 in den USA gegründet, um die genetisch bedingten Formen der Alzheimer-Erkrankung besser zu erforschen. Die freiwillige Teilnahme steht Personen aus Familien offen, in denen die autosomal-dominant vererbte Form der Alzheimer-Krankheit (oder die damit verwandte Abeta-Amyloidangiopathie) auftritt. Kennzeichnend für diese Alzheimerform ist ein Erkrankungsbeginn in jüngeren Jahren (unter 60 Jahre) und unter Umständen eine Häufung jünger erkrankter Menschen in der Verwandschaft.

Extrakorporale Stoßwellentherapie bei Alzheimer

Die Stoßwellentherapie ist ein Verfahren, das nun erstmals in einer größeren Studie bei Menschen mit einer Alzheimer-Demenz eingesetzt werden soll. Bisher wurde die Therapie an insgesamt 30 Patienten mit Alzheimer-Demenz untersucht. In allen bisher am Menschen durchgeführten Behandlungen hat sich die transkranielle extrakorporale Stoßwellentherapie als sicheres Behandlungsverfahren erwiesen, bei dem keine schädlichen Nebenwirkungen aufgetreten sind.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Kontakt: Betti Schopp, Telefon 07071 / 29 86 139, betti.schoppmed.uni-tuebingende.


Gedächtnissprechstunde der Universitätsklinik Ulm, Abteilung Neurologie

Wir suchen für verschiedene klinische Studien Probanden zwischen 50 und 85 Jahren.

Untersucht werden Wirkstoffe (Medikamente), die die Entstehung einer Alzheimer-Demenz verhindern oder den Erkrankungsprozess verlangsamen sollen. Die Studien dauern zwischen 4 Monaten und mehreren Jahren.

Gesucht werden Menschen, die unter Vergesslichkeit oder leichter Demenz leiden ebenso wie Menschen, die z.B. wegen familiärer Vorbelastung in Sorge vor einer Alzheimererkrankung sind. Zu Beginn der Studie erfolgt eine ausführliche Diagnostik, um festzustellen, ob eine Alzheimerdemenz vorliegt oder zumindest ein erhöhtes Risiko dafür.

Voraussetzung für die Teilnahme sind weiterhin eine Bezugsperson, die für Fragen zur Verfügung steht und weitgehende körperliche Gesundheit. Die Teilnahme ist kostenlos.

Nähere Informationen und Kontaktdaten finden Sie auf unserer Homepage. Sollten Sie Interesse haben, vereinbaren wir gerne einen Termin zu einem unverbindlichen Informationsgespräch.

Mehr Informationen