Leben mit Frontotemporaler Demenz

Die Frontotemporale Demenz (FTD) ist eine Form der Demenz, die durch einen Nervenzelluntergang im Stirnlappen (Frontallappen) und dem Schläfenlappen (Temporallappen) des Gehirns verursacht wird. Im Vordergrund der Symptomatik stehen – im Gegensatz zur Alzheimer Demenz – nicht der zunehmende Verlust des Gedächtnisses, sondern Veränderungen der Persönlichkeit und des Verhaltens.

Die ersten Symptome treten normalerweise früher auf als bei der Alzheimer Demenz: Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt zwischen 50 und 60 Jahren, wobei die Spanne sehr groß ist (20 bis 85 Jahre). Die FTD ist insgesamt viel seltener als die Alzheimer Demenz. Man schätzt, dass ca. 3 – 9% aller Demenzerkrankten an der FTD leiden.
Quelle: Deutsche Alzheimer Gesellschaft Infoblatt 11 | Die Frontotemporale Demenz

Für Angehörige ist eine FTD-Erkrankung in aller Regel extrem belastend: Oft stehen Erkrankte noch mitten im Berufsleben, es leben noch minderjährige Kinder mit im Haushalt. Wegen ihres vergleichsweise seltenen Auftretens ist die Erkrankung in der Öffentlichkeit, aber auch bei MedizinerInnen oft nicht so bekannt. Entlastungs- und Unterstützungsangebote für diesen speziellen Personenkreis fehlen fast gänzlich.

Angebote der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg für Angehörige von Menschen mit FTD

Ansprechperson für alle Fragen rund um das Thema FTD: Cathleen Todten, Telefon 0711 / 24 84 96-76, cathleen.todtenalzheimer-bwde 

  • Seminare

Die Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg bietet seit 2019 gemeinsam mit Kooperationspartnern für Angehörige von Menschen mit FTD zweitägige Seminare an.

  • Digitale Angehörigengruppe

Ab März 2022 bieten wir eine Gesprächsgruppe für Angehörige von Menschen mit FTD an, die sich ca. alle vier Wochen digital trifft.

  • Angehörigenseminare online

Auch 2022 bieten wir zweimal digitale Angehörigenseminare mit einem fachlichen Input und Diskussion/Austausch an. Termine in Kürze. 

Nähere Informationen zu diesen Angeboten