Wozu braucht es Angehörigengruppen?


Hier finden Sie alle Angehörigengruppen in Baden-Württemberg!


Pflegende Angehörige brauchen Rat und Unterstützung

Pflegende Angehörige brauchen ein hohes Maß an Information, Beratung, Begleitung und Unterstützung in ihrem oft sehr kräftezehrenden Alltag. Hier sind Angehörigengruppen ein gutes Angebot: Monatliche Treffen für ca. zwei Stunden helfen, sich auszusprechen und Rat und Unterstützung von Menschen in vergleichbarer Lebenssituation zu erhalten. Einige Gruppen bieten parallel eine Betreuung für die Erkrankten an, um die Teilnahme an der Angehörigengruppe zu erleichtern.

Austausch und Informationen

Die kostenlosen Treffen finden sowohl als Informationsabende mit einschlägigen Themen und Referenten als auch in Form von informellen Gesprächsabenden im kleineren Kreis statt, oft auch im Wechsel. Die meisten Angehörigengruppen im Land werden von Einrichtungen eines Wohlfahrtsverbandes oder anderen Diensten getragen und zum Teil gemeinsam mit ehemals pflegenden Angehörigen geleitet. 

Die meisten Angehörigengruppen im Land stehen mehr oder weniger eng mit der örtlichen Einrichtung eines Wohlfahrtsverbandes in Verbindung oder befinden sich in dessen Trägerschaft. Mitarbeiter der Einrichtungen und/oder ehemals pflegende Angehörige übernehmen die Vorbereitung, organisatorische Begleitung und Leitung der Gruppentreffen.

Aktuell gibt es rund 145 Angehörigengruppen in Baden-Württemberg. Bitte informieren Sie uns gerne formlos über Ergänzungen oder Korrekturen (Telefon 0711 / 24 84 96-60 oder per Mail) – Sie helfen uns damit, aktuell zu verlässlich zu bleiben!

Wenn Sie selbst eine Angehörigengruppe aufbauen wollen, unterstützen wir Sie gerne dabei. Näheres lesen Sie hier.


Weitere Angebote für betreuende/pflegende Angehörige:

E-Learning

Das e-Learning-Programm der Deutschen Alzheimer Gesellschaft besteht aus sieben Modulen. Fokus des Programms ist es, pflegenden Angehörigen u.a. durch die Vermittlung von Wissen über die Erkrankung, die Aufklärung über Hilfsangebote und das Erkennen der Relevanz der eigenen Selbstfürsorge Entlastungsmöglichkeiten zu schaffen.

Demas – Demenz anders sehen

Schulungs- und Beratungsangebot im Internet, bei dem sich Angehörige unter der Leitung einer psychologischen Fachkraft zu einem kostenlosen, zehnwöchigen Schulungs- und Beratungsprogramm in einem virtuellen Gesprächsraum treffen.

DAK-Demenzcoach

Der Online-Pflegekurs "Demenz" richtet sich Angehörige von Menschen mit Alzheimer und anderen Demenzformen. Der Kurs erleichtert den Umgang mit der Krankheit und sorgt für eine positive Gestaltung des Alltags durch viel Verständnis für die Betroffenen.

Alzheimer Therapiezentrum Bad Aibling (Oberbayern)

Gemeinsames therapeutisches Angebot für demenziell erkrankte Menschen und ihre Angehörigen.

Alzheimer Therapiezentrum Ratzeburg (Nähe Lübeck)

Bei dieser Rehamaßnahme stehen der pflegende Angehörige und seine betreuungs- und pflegebedingten Überlastungssymptome und Erkrankungen im Mittelpunkt. Parallel wird eine Betreuung in einer angeschlossenen Pflegeeinrichtung angeboten.

Schwerpunktkur für pflegende Frauen

Die Evangelische Frauen- und Mütterkurklinik Bad Wurzach bietet diese Kur einmal jährlich speziell für Frauen an, die einen Angehörigen pflegen.


Unterstützung bedürftiger pflegender Angehöriger

Die Dr. med. Heide Paul-Toebelmann Stiftung unterstützt bedürftige pflegende Angehörige, z. B. durch Mittel zur Finanzierung einer Kur oder Erholungsmaßnahme. Auch Heil-, Pflege- und Hilfsmittel können übernommen werden, sofern die Kassen nicht zahlen und die Pflegebedürftigen die Mittel nicht selbst tragen können.