Erfahrungsberichte, Tagebücher

Wenn Sie über eines der folgenden Bücher mehr wissen wollen, dann klicken Sie bitte die entsprechende Titelzeile an.

Wie Angehörige mit Demenzkranken leben

Mit einem Geleitwort von Heike Lützau-Hohlbein
(1. Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Berlin)

Inga Tönnies hat in ihrem Anfang September 2004 erschienenen Buch Angehörige demenzkranker Menschen interviewt. Bei der Suche nach Unterstützung bei der Begleitung ihrer fast 84-jährigen demenzkranken Mutter hatte sie sich auch ein Buch gewünscht, "in dem benannt wird, was speziell den Leidensweg der Angehörigen Demenzkranker ausmacht".

Gern können Sie hier eine ausführlichere Rezension lesen!

Balance Buch + Medien, 3. Auflage 2009, 239 Seiten, € 14,90
ISBN-10: 386739007X, ISBN-13: 978-3867390071

Vom Wert des Lebens mit Demenz

Erst verlegte sie ihre Brille, dann vergaß sie ein paar PIN-Nummern, schließlich fand Jörn Klares Mutter ihre Küche nicht mehr. Am Ende stand die Diagnose Demenz. Die Besuche im Heim werfen Fragen auf: Sind Erlebnisse nur dann etwas wert, wenn wir uns daran erinnern? Kann man seine Würde oder gar »sich selbst« verlieren? Und liegt in den Begegnungen im Hier und Jetzt nicht auch ein Trost?
Bereits heute leben in Deutschland 1,3 Millionen Menschen, die von Demenz betroffen sind, 2050 werden es doppelt so viele sein. Jenseits der Klischees von grauen Heimen und überfordertem Personal sucht Jörn Klare nach anderen, weniger bedrückenden Sichtweisen auf diese immense gesellschaftliche Herausforderung. Ausgehend von den bewegenden Besuchen bei seiner Mutter, macht er sich auf den Weg zu Experten und Praktikern, zu Ärzten und Juristen, Philosophen und Altenpflegern. Mit ihnen spricht er über das Leben, den Tod und das, was dazwischen liegt.
(Beschreibung vom Verlag)

suhrkamp Verlag 2012, 250 Seiten, € 17,95
ISBN: 978-3-518-46401-4

Was tun, wenn das gewohnte Leben ein Ende hat?

Wenn die Nachricht von der Alzheimer-Erkrankung eines Familienmitgliedes in den Alltag einbricht, müssen sich die Angehörigen wappnen. Denn das gewohnte Leben hat in diesem Moment ein Ende.
Margot Unbescheid weiß, wovon sie spricht: In ihrem »anderen Leben« ist sie damit beschäftigt, ein Elternteil davon abzuhalten, die Sessel im Wohnzimmer oder das Wäschefach im Schrank als Toilette zu benutzen. In ihrem Buch will sie nicht die endlosen Schrecken langjähriger Leidensgeschichten abarbeiten – aber auch nichts beschönigen. Sie bietet eine erste Hilfe für alle, die die niederschmetternde Diagnose erhalten haben und sich fragen, wie es nun weitergehen soll.
Wie muss der Alltag umstrukturiert werden? Wie organisiere ich Unterstützung? Wie spreche ich mit Außenstehenden darüber? Wie lange schaffe ich es alleine?

Gütersloher Verlagshaus 2009, 159 Seiten, € 14,95, ISBN: 978-3-579-06884-8

Eine ausführliche Rezension von Oliver König, Mitarbeiter der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg, finden Sie hier.

Tagebuch einer großen Liebe

In vielen kurzen Kapiteln und Gedichten schildert Uta van Deun tagebuchartig die Phasen der Alzheimererkrankung ihres Mannes Peter und wie sie ihm in unerschütterlicher Liebe 10 Jahre lang zur Seite gestanden hat.

Die ersten Ahnungen vom bevorstehenden Schicksal tauchen schon auf, während Peter sich um die eigene Alzheimer kranke Mutter kümmert. In einer Phase, in der die Krankheit sich nicht mehr verbergen lässt, wird an Peters Kindern deutlich, dass Blutsverwandtschaft keine Garantie für lebenslängliche Zuneigung ist. In der letzten Lebensphase bringt Uta van Deun den Ehemann in einem Schweizer Heim unter, wo sie ihn regelmäßig besucht.

Bis zum Ende ist er für sie derjenige Mensch, den sie wahrhaft liebt und der mit all seinen Einschränkungen so lange wie möglich am Leben bleiben soll. Auch über den Tod hinaus bleibt sie mit dem Ehemann verbunden.

Das Ehepaar van Deun verfügte über Bildung und über finanzielle Mittel, welche den Umgang mit der Krankheit sicher erleichterten. Doch unabhängig davon kann ihre Geschichte sicher vielen Menschen in vergleichbarer Situation als tröstliches und konstruktives Beispiel dienen.

(Dr. B. Bauer-Söllner, Redaktionsteam  Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg)

Herder Verlag, Freiburg 2006, 2. Auflage, 123 Seiten, € 4,50
ISBN-10: 3451057263, ISBN-13: 978-3451057267

Drama

Nur, wer unmittelbar mit Personen zusammengelebt hat, die schleichend an Alzheimer erkrankten, weiß, wie schlimm diese Krankheit ist. Im Umfeld meiner Familie erkrankten vier Personen an Alzheimer. Das vorliegende Buch beschreibt den Wahnsinn des Krankheitsverlaufs und unseren Pflegeaufwand, bei dem meine Frau Bärbel die Hauptlast der freiwilligen Pflege getragen hat. In den Köpfen der Betroffenen installiert sich eine Art Schalter, der zeitweise auf "Normalität" und immer häufiger auf "Demenz" steht. Zu beobachten ist oftmals ein plötzlicher Wandel von alltäglichen Verhaltensweisen hin zu Aggressivität, der verwirrten Suche nach Gegenständen oder Geld, dem vergeblichen Warten auf längst verstorbene Personen und ähnliche Momente von Desorientierung. Dieses Buch dient dem Verarbeiten von mentalen Spuren, die diese Erlebnisse hinterlassen haben. Es soll den Betroffenen Mut, Zuversicht und Kraft schenken.

(Beschreibung vom Verlag)

Frankfurter Taschenbuchverlag 2018, 222 Seiten, € 18,80, ISBN-13: 9783863693244

Eine Familie lernt, mit der Krankheit zu leben

Mit einem Vorwort von Greta Wehner und Illustrationen von Edith Lackmann.

Die wenig erfolgreiche Suche nach Ratschlägen für Betreuung und Pflege der erkrankten Mutter ließ die Autorin ein eigenes Konzept entwickeln, um der Pflegebedürftigen zu helfen. Dieser Erfahrungsbericht zeigt eindrucksvoll, wie es gelungen ist, Wege zu finden, der Kranken in ihrer zunehmenden Hilfsbedürftigkeit die Menschenwürde zu bewahren.

"Heilen, das wussten wir, ist nach dem heutigen Stand der Forschung nicht möglich. Aber helfen, lindern, beistehen, die Krankheit erträglich machen für sie und für uns – das musste doch zu machen sein!" Eine an Alzheimer erkrankte Mutter und die wenig erfolgreiche Suche nach Ratschlägen für Betreuung und Pflege – aus dieser Situation heraus entwickelte die Autorin ein eigenes Konzept für den Umgang mit Pflegebedürftigen mit dem Ziel, Unruhe, Angst und Depression der Kranken zu mildern und sie so weit wie möglich in das Familienleben zu integrieren.

(Beschreibung des Verlages)

Beltz Verlag 2000, 2. Auflage, 140 Seiten, € 11,00
ISBN-10: 3407228139, ISBN-13: 978-3407228130

Aus dem All­tag einer De­menz-​WG

»Wir er­le­ben immer wie­der Si­tua­tio­nen, die manch­mal un­ge­wollt ko­misch, skur­ril, an­rüh­rend oder au­ßer­ge­wöhn­lich sind und kaum in Worte zu fas­sen. Die De­menz ist an man­chen Tagen ein Freund, an an­de­ren ein er­bit­ter­ter Feind. Und da­ne­ben steht die Per­sön­lich­keit des Men­schen und for­dert ihr Blei­be­recht.« Mit die­sen Wor­ten be­schreibt Bet­ti­na Frie­del ihre Ar­beit in einer Ber­li­ner Wohn­ge­mein­schaft für an De­menz er­krank­te Men­schen mit sechs Be­woh­ne­rin­nen im Alter zwi­schen 65 und 99 Jah­ren, die rund um die Uhr von einem Team aus Pfle­ge­kräf­ten be­treut wer­den. Es gibt gute und schlech­te Tage – das gilt auch für die Näch­te. Vol­ler Em­pa­thie schil­dert die Au­to­rin ein­zel­ne Be­ge­ben­hei­ten aus ihrem All­tag in der WG, aus­ge­spro­chen ko­mi­sche Epi­so­den wech­seln zu Mo­ment­auf­nah­men vol­ler Ag­gres­si­on, Hilf- und Sprach­lo­sig­keit oder auch Si­tua­tio­nen, in denen sich eine der Be­treu­ten in ihre ei­ge­ne Welt zu­rück­zieht und kaum noch an­sprech­bar ist. Bet­ti­na Frie­del um­sorgt seit vie­len Jah­ren lie­be­voll und sen­si­bel Men­schen, die an De­menz er­krankt sind. Außer einer pfle­ge­ri­schen hat sie eine malthe­ra­peu­ti­sche Aus­bil­dung. Und so wer­den viele Ge­schich­ten in die­sem Buch von ihren hei­ter-​far­bi­gen Aqua­rel­len be­glei­tet.

(Beschreibung vom Verlag)

Haag+Herchen 2018, 1. Auflage, 53 Seiten, € 15,00, ISBN: 978-​3-​89846-​821-​3

und auf einmal war alles anders

Schleichend erkrankt der Biologe Blum an Demenz. Das "blaue Edelweiß" wird zur Metapher für seinen allmählichen Verlust der geistigen Fähigkeiten, später auch der körperlichen und zuletzt der Persönlichkeit. Seine Frau Mari Blum begleitet ihn seit Jahren auf diesem Weg und schildert authentisch und ungeschönt ihr Leben als pflegende Angehörige eines an Demenz Erkrankten. Sie lässt uns teilhaben an ihrer Verzweiflung, ihrer Erschöpfung, aber auch der Freude über die rarer werdenden klaren Momente. Dieser Erfahrungsbericht kann all jenen, die in einer ähnlichen Situation sind, Mut machen und soll all jenen, die oft mit Unverständnis reagieren, die Augen öffnen.

(Beschreibung bei Amazon)

Verlag Waldkirch 2018, 2. erweiterte Auflage, 240 Seiten, ISBN 978-3-86476-108-9

Wie die Demenz Familien zerstört

Die Last des Altwerdens wird alltäglich – für die Nachkommen

Wie man liebevoll mit alten Eltern umgeht, auch mit geistig mehr und mehr verwirrten, das wissen unzählige wohlmeinende Ratgeber. Bücher und Zeitschriften sind voll mit guten Tips, und 2,4 Millionen Pflegebedürftige in Deutschland und damit ein Vielfaches an Betroffenen sind ein guter Markt. Zumal die große Mehrheit der gepflegten Alten zu Hause von ihren fachlich kaum dazu befähigten Angehörigen betreut wird. Wie aber gehen alte und zunehmend geistig verwirrte Eltern oft mit ihren erwachsenen Kindern um?

Besserwisserei, Boshaftigkeit, Gemeinheiten, Mißgunst, Neid und Haß der ältesten Generation erfassen viele Familien. Erwachsene Kinder und deren Kinder, die Enkel der eklig werdenden Opas und Omas, leiden Tag für Tag und wissen nicht, was sie tun oder lassen sollen: zum Wohl der Alten und zum Selbstschutz. Sie haben es nicht gelernt und nicht üben können, den Alten, aber auch sich selbst in dieser Streßsituation gerecht zu werden.

Wer hilft also den Kindern im Alter 50+, wenn sie unter ihren Eltern leiden und zu verzweifeln drohen? Wie gehen Enkel mit böse gewordenen Großeltern um? Welche Möglichkeiten haben erwachsene Menschen, sich gegen Arroganz und Aggression ihrer Erzeuger zur Wehr zu setzen? Wie schützen sie sich und ihre Kinder davor, an maßlosen Ansprüchen und Anmaßungen der Alten seelisch und auch materiell zugrunde zu gehen? Wie helfen sich Geschwister mit gutem Charakter gegen solche Brüder und Schwestern, die sich, auch des späteren Erbes wegen, mit bösen Eltern verbünden?

Wie wirken notarielle Betreuungsvollmachten und Patientenverfügungen in der Praxis? Welche Unterstützung bekommen Bevollmächtigte von Ärzten und sozialen Diensten, wenn das Treiben der Eltern und Großeltern unerträglich, unvernünftig oder gar ungeheuerlich, und womöglich noch von raffinierten und raffsüchtigen Geschwistern ausgenutzt wird?

Dieses Buch dokumentiert in faktentreuer Chronologie den ethischen und geistigen Verfall eines alten Ehepaares, das mit zunehmender Aggression und Demenz die Liebe zu sich selbst und zu allen Menschen um sich herum verloren hat. Wir, Tochter und Schwiegersohn der beiden Alten, wollen mit unserer authentischen Schilderung betroffenen Menschen helfen. Kritische Reflexion und klug dosierte Distanz zu böse gewordenen Eltern und zu unredlichen Verwandten sind die ersten Schritte in die richtige Richtung.

Wir zeigen für den Weg zum selbstsicheren Umgang mit bösen Eltern schützende Schranken auf. Wir schildern Beispiele, wie gewollte und unbewußte Übergriffe in das Seelenleben abgewehrt werden können. Denn: Gutmeinende Kümmerer laufen Gefahr, bei allzu selbstlosem Umgang mit bösen Menschen selbst zu verkümmern. Das soll unseren Leserinnen und Lesern nicht passieren!

Birgit und Matteo Scheele

PS.: Aus rechtlichen Gründen sind die Namen der handelnden Personen sowie die der genannten Orte und Institutionen von den Autoren geändert worden.

(Beschreibung vom Verlag)

Novum 2014, 1. Auflage, 132 Seiten, € 14,90, ISBN: 978-3-99038-328-5

Alzheimer, meine Mutter und ich

Erinnerungen, Gefühle und Träume dreier Menschen, die mit der Alzheimerkrankheit der Mutter konfrontiert sind. Was macht Alzheimer mit den Familien der Betroffenen? Was bedeutet es für eine Tochter, wenn die Mutter sie nicht mehr erkennt?

Die erste Graphic Novel zum Thema Alzheimer berührt durch Ehrlichkeit und Humor, und durch einen überwältigenden Realismus, der auch vor den dunklen Seiten des Lebens mit Demenzkranken nicht zurückschreckt. Wertvolle Informationen zum Umgang mit Alzheimer wechseln sich ab mit berührenden Bildern des Ehemanns und der zwei erwachsenen Töchter, die trotz allem darum kämpfen, ihr eigenes Leben weiterzuführen, und dabei immer wieder Momente des Glücks zu finden.

(Beschreibung vom Verlag)

Eine Rezension zu diesem Buch von unserem Mitarbeiter Oliver König finden Sie hier.

Beltz Verlag, 2013, 128 Seiten, € 19,95, ISBN 978-3-407-85968-6

Geschichten über das Leben mit Demenz

Bernhard Horwatitsch beschreibt Menschen mit Demenz, die er im Rahmen einer ambulanten Pflege betreut.
Mit von der Partie: Eine inkontinente Seniorin, die
beim Besuch des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung überraschende Fähigkeiten zeigt; ein Ehepaar, das den Tod des geistig behinderten Sohnes zu verwinden hat; eine Dame, der der Heilige Geist in einem Käfer begegnet.
Entstanden sind sprachlich wunderschöne Miniaturen, die ernste und heitere, überraschende und Mut machende Sichtweisen auf das Leben mit Demenz eröffnen.

(Beschreibung vom Verlag)

Weitere Informationen finden Sie hier.

Mabuse Verlag 2013, 1. Auflage, 147 Seiten, € 16,90, ISBN: 9783863211493

Alzheimer - ein langer Abschied

Wenn die Welt zerbricht – Leben mit Alzheimer

Die Krankheit Demenz ist eine schreckliche Herausforderung: Es geht immer nur abwärts und weil die Krankheit sehr individuell abläuft, lassen sich kaum Vorhersagen darüber machen, wie die Symptome sich entwickeln.

In ihrem berührenden Buch schildert Hanna Kappus den Weg ihres Ehemannes in das Vergessen. Die Erfahrungen, die sie als pflegende Ehefrau dabei gemacht hat, können für andere Betroffene nicht nur sehr hilfreich, sondern auch tröstlich sein. Denn bei allen Defiziten und Veränderungen, die der Kranke erleidet, bleibt er doch ein Individuum mit liebenswerten Fähigkeiten. Wenn man demenzkranken Menschen ermöglicht, sich in ihrer kleinen Welt ohne Angst zu entfalten, dann erfährt man Glück und Dankbarkeit.

  • Alzheimer beim Ehepartner: Ein hilfreicher und Mut machender Erfahrungsbericht einer Ehefrau
  • Wie pflegende Angehörige dem Kranken Halt und Selbstbewusstsein geben
  • Alle Infos zur Planung und Realisierung einer Wohngemeinschaft für demenzkranke Menschen

(Beschreibung vom Herausgeber)

Gütersloher Verlagshaus 2012, 160 Seiten, € 14,99, ISBN: 978-3-579-06673-8

Für einen neuen Umgang mit Demenzkranken

Worum geht es? Demenzkranke wollen als Menschen wahrgenommen werden. Aber wir "Gesunden" können nicht ertragen, einen geliebten Angehörigen ins Vergessen gleiten zu sehen - wir therapieren, beschäftigen und medikamentieren, damit wir uns nicht hilflos fühlen. Doch hilft das den Dementen? Nein, im Gegenteil. Die Kranken möchten in ihrem So-Sein angenommen werden. Dafür plädiert Michael Schmieder, und dieses Konzept praktiziert er im Pflegeheim Sonnweid - mit beeindruckendem Erfolg. Was ist besonders? Michael Schmieder ist ein Mann der Praxis: Er lebt das, was er schreibt. Er nimmt die Demenzkranken und ihre Bedürfnisse ernst und behandelt jeden Kranken als Individuum. Die Dementen bestimmen die Bedingungen, unter denen sie leben möchten. Wenn das bedeutet, dass eine Patientin nur noch Torte isst und ein anderer am besten im Flur schläft, so ist das in Ordnung. Hauptsache, es geht den Patienten gut. Und das tut es: Sonnweid gilt als eines der besten Pflegeheime für Demenzkranke. Wer liest? - Angehörige von Demenzkranken - alle, die mit Demenzkranken arbeiten - alle, die sich mit dem Thema beschäftigen.

(Beschreibung vom Verlag)

Ullstein Verlag 2015, 224 Seiten, € 19,99, ISBN-13 9783550081026

Als meine Frau mit 40 an Alzheimer erkrankte

Wenn eine Frau mit 40 Jahren die Diagnose einer unheilbaren Krankheit erhält und ihr Mann ihr das Versprechen gibt, sie durch alles hindurch zu begleiten, dann klingt das wie eine Selbstverständlichkeit. Wenn diese Krankheit die geliebte Frau aber nicht nur schwächt, sondern sie vor seinen Augen als Person verschwinden lässt wie eine Bleistiftzeichnung unter dem Radiergummi, dann ist das eine andere Dimension.

Hans Jürgen Herber erzählt mutig und mit entwaffnender Offenheit, was es bedeutet, seine junge Frau und die Mutter seines Sohnes nach und nach an Alzheimer zu verlieren. Er beschreibt eine Beziehungsreise, die berühren, aber auch irritieren oder gar provozieren mag. Vielleicht macht sie auch Mut, nach ungewöhnlichen Lösungen zu suchen. Ein Buch, das einen nicht mehr loslässt.

(Beschreibung vom Verlag)

Patmos Verlag 2015, 2. Auflage, 188 Seiten, € 19,99, ISBN: 978-3-8436-0625-7

Demenz - Gedächtnisprotokoll einer Katastrophe

Sie hatte es ihm versprochen, an seinem Sterbebett. Auf die Mutter aufzupassen, auf die demente Mutter, die nicht mehr alleine leben konnte. Sie wusste nicht, was auf sie zu kam, hatte keine Erfahrung, kannte niemanden, der ihr mit Erfahrung hätte helfen können.Das Buch erzählt auf zwei Ebenen. Die Beobachtung der erkrankten Mutter bildet eine Ebene, die zweite Ebene reflektiert die Auswirkungen auf die Autorin, die Betreuerin, das Umfeld, das Leben. Es erzählt von Angst, von Wut, von Trauer, von Hilflosigkeit, von permanenter Überforderung, von zusammenbrechenden Lebensentwürfen. Es erzählt davon, wie ein Mensch sich langsam auflöst, seine Persönlichkeit verliert, es erzählt von Wanderungen zwischen den Welten, zwischen den Realitäten. Es erzählt davon, wie schwer es war und ist, der Fassungslosigkeit über das Geschehen Herr zu werden. Und es erzählt davon, wie unsere Gesellschaft reagiert, gegenüber den Angehörigen, die hart betroffen sind von dieser Krankheit.

(Beschreibung vom Herausgeber)

Books on Demand, Paperback, 168 Seiten, 11,90 €
ISBN 978-3-8448-8831-7

Sehr persönlicher Bericht der Tochter über die Alzheimer Erkrankung ihres Vaters, des berühmten und 2002 verstorbenen Geigers.

Herausgeber: Hirnliga e.V. 2000, 104 Seiten, € 10,00
ISBN-10: 3935389000,
ISBN-13: 978-3935389006

Wie meine Mutter dement wurde

Demenz - plötzlich ist sie unübersehbar
Lange Zeit hat er es nicht bemerkt. Das langsame Versinken seiner Mutter in die Demenz stellt Burkhard Spinnen vor eine Aufgabe, die ihn stets aufs Neue überfordert und sein Leben völlig durcheinander bringt. Unvermittelt verkehren sich alle Verhältnisse, die Mutter-Sohn-Beziehung erfährt eine radikale Veränderung. Dazu belastet die dauernde Konfrontation mit der Krankheit der Mutter den eigenen Lebensentwurf. "Die letzte Fassade" ist ein ehrliches, ein bewegendes und glänzend geschriebenes Buch über die neue Volkskrankheit Demenz.

(Beschreibung vom Verlag)

Verlag Herder 2016, 160 Seiten, € 19,99, ISBN: 978-3-451-34774-0

Das Leben mit meiner alzheimerkranken Frau

Eindringlicher Erfahrungsbericht des Autors über die letzten vier Lebensjahre seiner alzheimerkranken Frau.

Verlag Urachhaus 2000, 117 Seiten, € 12,90
ISBN-10: 3825172953,
ISBN-13: 978-3825172954

Ein Leben mit Alzheimer

Die Geschichte eines jungen Alzheimer Kranken.

Mit einem Vorwort von Heike von Lützau-Hohlbein (1. Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Berlin)

Berit Degnaes erzählt die Geschichte ihres Lebensgefährten Richardt, der 52 Jahre alt ist, als bei ihm die Diagnose Alzheimer gestellt wird. Sie beschreibt ihr Leben vor der Krankheit, dann die Phase die bestimmt wird durch das "Gefühl, dass etwas nicht in Ordnung ist" und schließlich das Leben mit der Krankheit, bis ihr Mann mit 55 Jahren in einem Pflegeheim stirbt.

Richardt und seine Familie leben in Norwegen. Genau wie in Deutschland mangelt es dort an Einrichtungen, die auf so junge Alzheimer-Kranke eingestellt sind.

Gern können Sie hier eine Rezension lesen.

Walter Verlag, Düsseldorf 2006, 170 Seiten, € 14,90
ISBN-10: 3530422010, ISBN-13: 978-3530422016

Heinz Bischoff aus dem brandenburgischen Lübbenau, seit Jahren im Kontakt mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, hat seine Lebensgeschichte aufgeschrieben. Ein großer Teil ist dem Zusammenleben mit seiner an Alzheimer erkrankten, inzwischen verstorbenen Frau gewidmet.

Heinz Bischoff hat sich aus vielerlei Quellen über die Krankheit und Therapiemöglichkeiten informiert und ist dabei auch zu unkonventionellen Schlussfolgerungen gelangt. Er hat mit Ärzten diskutiert und versucht seiner Frau auch im Heim das zukommen zu lassen, was an medikamentöser Therapie, Ernährung und Zuwendung möglich ist. Dies war oft nur gegen Widerstand möglich, doch Heinz Bischoff ist stets beharrlich gewesen.

Zahlreiche Fotos aus dem Familienalbum machen den Text anschaulich.

Nora Verlagsgemeinschaft, Berlin 2002, 176 Seiten, 90 Abbildungen, € 14,50
ISBN-10: 3935445687, ISBN-13: 978-3935445689

Mit Demenz leben

Erkrankte und Pflegende erzählen von ihrem Leben mit Demenz

In diesem Buch lernen Sie starke Persönlichkeiten kennen: Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen erzählen von ihrem Leben. Niemand kann das besser als sie selbst, denn sie sind ProtagonistInnen und ExpertInnen zugleich. Sie beschreiben ihre Sorgen, Freuden und Ängste. Sie sprechen über Gewesenes und Zukünftiges, über Liebe und Partnerschaft, über Isolation und auch darüber, wie ihnen manchmal die Kraft ausgeht. Eindrucksvolle Fotos aus Vergangenheit und Gegenwart sowie ein umfangreicher
Serviceteil der Volkshilfe Österreich zu Unterstützungsangeboten, Kontaktadressen und Fakten zu Prävention, Diagnostik, Betreuung und Pflege ergänzen dieses einfühlsame Buch.

(Beschreibung vom Verlag)

Residenz Verlag 2014, 288 Seiten, € 21,90, ISBN: 9783701733323

Wie die Krankheit sich anfühlt

Dass ein Alzheimer- / Demenzerkrankter so genau über seinen Zustand berichten kann, hat es bislang nicht gegeben. Dieses Buch rüttelt auf, macht die Dringlichkeit der Auseinandersetzung mit einer Krankheit bewusst, die immer mehr Menschen trifft.

Wie sich Alzheimer anfühlt, kann man im Normalfall nur erahnen. Hier ist einer, der – als ehemaliger Schriftsteller und Wissenschaftler – in seinen wacheren Momenten in der Lage ist, seine Situation recht genau zu erfassen und zu erläutern – trotz unablässig fortschreitender Krankheit. Einer der zudem seine Tochter als eine Art Sprachrohr hat, die Tochter, mit der zusammen er über Jahrzehnte Bücher schrieb. Die beiden schreiben ihr letztes gemeinsames Buch: das Buch über die Krankheit des Vaters. Es erzählt, wie es sich anfühlt, wenn man weiß, dass man immer weiter in die Krankheit Alzheimer hineingerät. Und es berichtet von seinen Erfahrungen als Patient in der Altenpflege, die nur unzureichend auf die Bedürfnisse ihrer demenzerkrankten Patienten vorbereitet ist. Nachdenklich, manchmal humorvoll – und zutiefst authentisch. Ein Buch, das uns in die Krankheit blicken lässt, und das aufrüttelt.

(Text: Beltz Verlag)

Beltz Verlag 2011, 5. Auflage, 192 Seiten, € 17,95, ISBN 978-3-407-85763-7

Geschichten aus der Welt der Demenz

Im Alltag mit Demenzbetroffenen ist für Betreuende eines sicher: Nie wird es langweilig!
Jeder Tag bringt neue, ungeahnte Geschichten und Ereignisse hervor mal komisch, mal nachdenklich und auch mal traurig.
Die Altenpflegehelferin Martina Rühl hat in diesem Buch Geschichten aus dem Alltag ihrer stationären Einrichtung aufgeschrieben.
Im Zentrum der Episoden stehen die Demenzbetroffenen und ihre Gefühle, Wahrnehmungen und Einfälle. Da werden alte Damen zu Führungskräften und ältere Herren ungewollt zum Ehepartner. Da wird gelacht, geweint und mitunter heftig gestritten.
Dieses Buch bringt die "Welt der Demenz" näher und zeigt, dass aus einem respektvollen Umgang ein würdevolles Miteinander entsteht: eine lohnenswerte Lektüre für alle, die sich mit dem Thema Demenz beschäftigen!

schlütersche Verlag 2012, 96 Seiten, 16,95 €
ISBN: 9783899932959

Unsere Mutter hat Alzheimer

In Deutschland haben 1,3 Millionen Menschen Alzheimer. Bis 2050 soll sich diese Zahl verdoppeln. Die Salzburger Filmemacherin und Kamerafrau Ulrike Halmschlager hat ihre an Alzheimer erkrankte Mutter Ilse von 2002 bis kurz vor ihrem Tod 2007 in Krems mit Foto- und Videokamera begleitet. Hinschauen – nicht wegschauen, das hat Ulrike Halmschlager und ihrer Schwester Andrea geholfen mit dem Rückzug von Ilse in ihre eigene Welt umzugehen. Tiefe Gefühle, der genaue Blick auf den Verlauf des langsamen Sterbens, aber auch praktische Probleme und viele Momente der Freude sind Thema einer Filmdokumentation geworden. "Ilse, wo bist Du?" ist das Buch zum gleichnamigen Film. Es soll Angehörigen und Menschen, die Angst vor Alzheimer haben, Gelegenheit geben sich damit auseinanderzusetzen. Es soll Mut machen, Alzheimerpatienten nicht zu verstecken. Es soll den Blick auf die Wechselwirkungen von Körper, Geist und Seele lenken.

(Beschreibung vom Herausgeber)

Edition Lichtland 2012, 170 Seiten, € 18,90, ISBN: 978-3-942509-13-8

Abschied von meiner Mutter - Ein Alzheimer-Tagebuch

Wie verändert sich die Beziehung zur eigenen Mutter, die an Alzheimer erkrankt? Die Autorin hatte zu ihrer Mutter zeitlebens ein distanziertes Verhältnis. Die Diagnose ändert alles im Leben beider. Die Tochter lässt sich auf deren veränderte Wahrnehmung ein, versteht es, auf kreative Weise der schwindenden Erinnerung eine Brücke zu bauen. Mehr als ein persönlicher Bericht hat dieses Buch die Allgemeingültigkeit eines bedeutenden menschlichen Dokuments.

(Beschreibung vom Verlag)

Herder Verlag 2015, 208 Seiten, € 17,99, ISBN 978-3-451-34750-4

Eine Rezension von unserem Redaktionsteam finden Sie hier.

Berichte über Liebe und Pflege

Über Alzheimer macht man keine Witze, wird gesagt,
das kann jeden treffen, wird gesagt.
Der Witz ist, uns hat‘s getroffen.
In den letzten sieben Jahren habe ich mein Leben
völlig neu ausrichten müssen,
ausrichten auf den Umgang mit der
Alzheimer-Krankheit meiner Frau.
(Hartmut Kretschel)

Zwecke, ein Spitzname, der ihr von Arbeitskollegen verpasst wurde aufgrund ihrer anderthalb Meter, ihrer Unentbehrlichkeit und ihrer Zuverlässigkeit, lebt im unmittelbaren JETZT. Sie erinnert sich nur noch bruchstückhaft oder gar nicht mehr an all die interessanten und schönen gemeinsamen Erlebnisse in ihrem gemeinsamen Leben. Im nächsten Jahr werden sie Goldene Hochzeit feiern und nur er wird sich an die 50 Ehejahre erinnern. Feiern werden sie trotzdem, und zwar groß!

Hartmut Kretschel hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, den Verlauf der Krankheit, so gut er kann, zu bremsen, die Mobilität seiner Frau zu erhalten und die gemeinsamen Erinnerungen zu bewahren – wenn schon nicht bei ihr, so doch bei ihm selber.

Ein Jahr lang hat der Autor wöchentliche Berichte geschrieben, in denen er seine Art des Umgangs mit Problemen und Problemchen dokumentiert und seine Gedanken und Erfahrungen mitteilt.

Dieses Buch soll anderen Menschen, die sich in einer ähnlichen Lebenssituation befinden, Mut machen und ihnen mögliche Wege aufzeigen, damit umzugehen.

(Beschreibung vom Verlag)

Edition Forsbach 2015, 208 Seiten, € 14,90, ISBN: 978 3 943134 99 5

Leben mit Alzheimer

In unserer heutigen „perfekten“ Gesellschaft passt das Thema Pflege so überhaupt nicht hinein. Reich, jung, erfolgreich und gesund,das sind die Trendsetter heute. Umso wichtiger ist es, diesem leuchtenden Glanz die wahre Realität zu zeigen: Eben nicht jeder Mensch erreicht dieses Idealbild. Die meisten Menschen sind weit davon entfernt vom millionenschweren Bankkonto. Nur wenige Menschen schaffen den großen Erfolg. Aus jungen werden alte Menschen. Spass und Party ist in. „Pflege? Nein Danke oder das schaff’ ich nicht.“ Dieses Buch greift in einzigartiger Deutlichkeit diese Pflege auf, beschreibt ungeschminkt in reinster Form die Höhen und Tiefen, die jeder dabei erlebt. Es zeigt auch die Grenzen auf, an die jeder stößt. Die Pflege enthält andererseits aber auch Erlebnisse und Erfahrungen, Eindrücke und Glücksgefühle, die mit Geld oder Ansehen niemals aufzuwiegen sind. Der Pflegende kann fast eine Art von Glückseligkeit erfahren, die sein ganzes Leben prägt und zum Positiven verändert. In dieser Welt der Pflege, wo man sehr schnell an Grenzen stößt, in denen Erfolg und Misserfolg hauchdünn zusammen liegen, lernen Sie den Wert Ihres eigenen Lebens zu schätzen und erleben die Realität in einem neuen Licht. Gehen Sie zusammen mit mir diesen Weg. Haben Sie keine Angst. Nach sechsjähriger Pflegetätigkeit weiß ich, wovon ich spreche. Kommen Sie mit und erleben Sie die Dimension PFLEGE, als eine positive Erfahrung. Ich nehme Sie an die Hand und führe Sie durch sämtliche Höhen und Tiefen. Am Ende werden Sie erkennen, dass die Pflege eines Angehörigen durchaus machbar und lohnend ist.

(Beschreibung vom Herausgeber)

Edition nove 2008, 172 Seiten, € 18,90, ISBN: 978-3-85251-481-9
 

Die Geschichte meines Vaters und seiner Demenz

"Hallo, Dad, können wir mal miteinander reden? Weißt du noch, wie das angefangen hat, mit deiner Demenz?"

Ganz harmlos fängt es an, mit einem verlegten Schlüssel, einem entfallenen Namen, einem verbummelten Termin. Es dauert eine Weile, bis Ron Husbands Familie erkennt, dass dies mehr ist als altersbedingte Vergesslichkeit.
In diesem bewegenden, von ihm selbst illustrierten Buch erzählt Tony Husband von der Demenzerkrankung seines Vaters. Von dem vielseitig interessierten Mann, der Ron Husband war. Von der schrecklichen Krankheit, die ihn seiner Familie entreißt. Von seinem stillen Abschied und seinen liebevollen letzten Worten.

(Beschreibung vom Verlag)

Verlag Knaur 2015, 64 Seiten, € 12,00, ISBN: 978-3-426-65372-2

Nach den Aufzeichnungen aus dem Tagebuch von Karl Heinz Elsner

Die demente Ehefrau des Autors bekam 2017 die Diagnose Demenz. Auch wenn in den Monaten davor ihr Verhalten eigentlich auf altersbedingte Vergesslichkeit hindeutete, wurde der Umgang mit ihr immer schwieriger. Ihre Agressivität nahm zu, und die Unsicherheit wuchs. Der Autor schildert das Leben mit seiner kranken Ehefrau zu Hause, im Krankenhaus und im Seniorenheim. Das Auf und Ab der Launen und Gefühle der Kranken wird hier beschrieben. Der Autor schildert die Begebenheiten mit seiner Frau voller Emotionen, von Lachen und Weinen und mit aller Liebe. Das Buch geht an manchen Stellen unter die Haut. Alle Angehörigen von demenzkranken Partnern werden sich darin wiedersehen, alle anderen werden näher an diese teuflische Krankheit herangeführt.

(Beschreibung vom Verlag)

Verlagshaus Schlosser, 1. Auflage, 118 Seiten, € 12,90, ISBN: 978-3962002541

Vom Umgang mit der heimtückischen Krankheit

Sehr direkt und in Tagebuchform lässt der Autor seine Leser mitverfolgen, wie die Krankheit seiner Frau voranschreitet, wie sich auch für ihn erst langsam erschließt, was die Diagnose Alzheimer bedeutet.

Tredition Verlag 2014, 404 Seiten, € 23,90
ISBN-10: 3849583449, ISBN-13: 978-3849583446

Ein Bericht

Dieser Bericht wird aufrütteln. Er wurde verfasst von einer 88-jährigen Patientin, die nach ihrem Schlaganfall wegen Überfüllung der zuständigen Abteilung auf der Demenzstation untergebracht wurde: Geistig gesund inmitten geistig Kranker! Ihre feinsinnige Beobachtunsgabe führt zu Einblicken in den Alltag auf dieser Station, die nachdenklich stimmen müssen. Da ist einmal das oft überforderte Personal, dessen Bezahlung im Hinblick auf die unter Dauerstress vollbrachten Leistungen wie ein Hohn anmutet. Dann das Dahindämmern der Demenz- und Alzheimer-Patienten, ihr trostloses Dasein, von vielen nicht mehr wahrgenommen, von manchen aber doch: Festgezurrt im Bett, um unkontrollierte Ausflüge zu verhindern. Wie lautet Artikel 1 unseres Grundgesetzes? "Die Würde des Menschen inst unantastbar"....

(Beschreibung vom Verlag)

Silbenflink Verlag 2014, 86 Seiten, € 7,90, ISBN 978-3-9815686-7-7

Neue Heimat für Margrit Woodtli

Martin Woodtli nahm seine alzheimerkranke Mutter nach Thailand mit, wo sie von drei Pflegerinnen bis zu ihrem Tod während 24 Stunden am Tag betreut wurde. Heute ist daraus ein Alzheimerzentrum geworden, in dem rund ein Dutzend „Gäste“ aus Deutschland und der Schweiz betreut werden. In verschiedenen Fernsehfilmen wurde Margrit Woodtli so etwas wie ein Star, denn die Alzheimerkrankheit hat in den Anfangsphasen durchaus komische Seiten.
Doch der Hintergrund war alles andere als unterhaltsam: Martin Woodtlis Vater hatte sich umgebracht, weil er nicht mehr mit ansehen konnte, wie seine Frau ihm zunehmend entglitt, ins Reich einer furchtbaren Krankheit.
Der einzige Sohn, Martin Woodtli, war nun in der Pflicht. Was tun mit seiner Mutter? Zuerst spielte er mit dem Gedanken, sie in ein Pflegeheim in der Schweiz unter zu bringen. Doch nach der Besichtigung solcher Institutionen, in denen manche pflegebedürftige Menschen vor sich hin dämmerten, wusste Martin Woodtli, das dies nicht der Weg sein konnte.
Weil er vier Jahre für „Aerzte ohne Grenzen“ in Thailand gearbeitet hatte und das Land gut kannte, entschloss er sich, mit seiner Mutter nach Chiang Mai auszuwandern und sie dort pflegen zu lassen.

Ein Experiment mit ungewissem Ausgang, das Martin Woodtli in seinem Buch beschreibt. Ein berührendes Zeugnis über einen zutiefst menschlichen Umgang mit der schrecklichen Krankheit: die Thais behandeln die alten Menschen mit grösstem Respekt und ermöglichen ihnen so ein Leben in Würde fernab aller klinischen Diagnosen.

(Beschreibung vom Verlag)

Weltbild Verlag, 2013, 240 Seiten, € 24,95
ISBN: 3038124818

Ein Erfahrungsbericht

Behutsam und bewegend berichtet der Autor vom gemeinsamen Leben mit seiner an Alzheimer erkrankten Frau. Er zeichnet den Verlauf ihrer Krankheit von den ersten Anzeichen über die großen Veränderungen, die sie mit sich führt, bis zu ihrem Ende nach. Unter der zerstörerischen Macht der Alzheimer-Demenz wird ein Familienalltag voll Zärtlichkeit, Zuwendung und Würde sichtbar.

(Beschreibung aus www.lutherverlag.de)

Luther-Verlag 1998, 92 Seiten, € 7,00
ISBN: 978-3-7858-0400-1

Alzheimer des Vaters

Einen Menschen mit Alzheimer zu begleiten, heisst, den Weg mit ihm jenseits der Normen zu gehen. Manchmal ohne Sprache, dafür mit Gespür. Sich darauf einzulassen, ist das Schwierigste. Wenn es gelingt, kann es bereichernd sein.

Wer kennt seine Eltern wirklich? Mal waren sie unsere Vorbilder. Wir ahmten sie nach, lernten, hörten zu, diskutierten, erfüllten Erwartungen, erfuhren Liebe und Enttäuschungen … Das ist der Gang der Dinge in vielen Familien.
Wir werden erwachsen, haben vielleicht eigene Kinder, und es beginnt von vorne. Trotzdem bleiben wir immer Kinder. Das Kind unserer Eltern.
Alzheimer (Mr A) bringt alles durcheinander. Das Eltern-Kind-Verhältnis verändert sich. Die Tochter übernimmt plötzlich Verantwortung für den Vater, lernt ihn anders kennen, entdeckt seine Freuden, Ängste, seine Sichtweisen aus einer völlig neuen Perspektive.
Viele glückliche, traurige, besinnliche, komische, wertvolle und beängstigende Momente sind es für die Autorin geworden. Momente aus der Sicht des Vaters mit Mr A, Momente aus der Sicht der Tochter.
Aus ihren Aufzeichnungen ist ein einfühlsames und in seiner Form unübliches Buch entstanden, mit abrupt abgebrochenen Zeilen. Ein Buch, welches Momentaufnahmen beschreibt, die der Krankheit ein wenig den Schrecken nehmen. Und einmal mehr bestätigt, dass es sich lohnt, mehr hinzuhören und «hinzufühlen», als zu viel zu sprechen.

Zytglogge Verlag, Erstausgabe 2012, Klappenbr., 180 Seiten, 28,00 €
ISBN 978-3-7296-0843-6

Wenn die Pflege der kranken Eltern zur Zerreißprobe wird

Martina Rosenberg erzählt die authentische Geschichte einer ganz normalen Familie, für die das Leben durch die Extrembelastung der Pflege der schwer kranken Eltern zum Albtraum wurde. Es ist die Geschichte ihrer eigenen Familie. Die Mutter erkrankt an Demenz, der Vater erleidet einen Schlaganfall, und Schritt für Schritt muss die Tochter die Verantwortung und Organisation des elterlichen Lebens übernehmen. Verzweifelt versucht sie, allen Anforderungen gerecht zu werden — und scheitert, bis nach neun Jahren nur noch der Wunsch übrig bleibt: Mutter, wann stirbst du endlich?

Auf eindrückliche Weise gibt dieser zuweilen erschreckend ehrliche Bericht all jenen eine Stimme, die ungewollt zu den Eltern ihrer Eltern werden, und dokumentiert die Verzweiflung derer, die von Politik und Gesellschaft mit dieser Verantwortung allein gelassen werden.

(Beschreibung vom Verlag)

Blanvalet Verlag 2012, 256 Seiten, 19,99 €
ISBN: 978-3-7645-0468-7

Über das Sterben meiner Mutter

Ein verstörendes und berührendes Buch über die Demenz und das Sterben einer Mutter. Aufwühlend und hoffnungsvoll zugleich schildert die Autorin den Übergang vom Leben zum Tod. Ein Buch, das zum Weinen und zum Lachen bringt und uns zeigt, dass es möglich ist, in der Not Trost zu finden und zu spenden.
Eine 92-jährige Frau wird „verrückt“ und macht sich auf, um zu sterben. Neun Monate – die Zeit einer Schwangerschaft – dauert es, bis sie ans Ziel kommt. Ihre Tochter begleitet sie, hört zu, notiert, wird zur Chronistin dieser seltsamen Wanderung durch ein Niemandsland, die neugierig macht, in Staunen versetzt, Verzweiflung, Weinen und Lachen gebiert. Auf diesem Weg geraten alte Gewissheiten ins Wanken: Was ist „normal“, was nicht? Ist es nicht auch ein Glück, für die Mutter, nach all den Jahren der Hingabe an Familie, Kinder, Beruf, endlich einmal die Bürde der Verantwortung abzuwerfen, endlich einmal „Frau Anders“ zu sein? Auf der Reise in den Tod kommen sich Mutter und Tochter auf völlig neue Weise nahe – ein berührendes Buch über die Schönheit der letzten Dinge. 

(Beschreibung vom Verlag)

Aufbau Verlag 2014, 160 Seiten, € 17,95, ISBN: 978-3-351-03414-6

Wie ich meinen demenzkranken Vater noch einmal ganz neu kennenlernte, als ich ihn pflegte

Bei einem Besuch bei seinen Eltern wird Joachim Schaffer-Suchomel mit der erschütternden Nachricht konfrontiert: Bei seinem Vater, einem pensionierten Schulamtsdirektor, wurde vaskuläre Demenz, eine Form von Alzheimer, festgestellt – unheilbar und unaufhaltbar. Joachim Schaffer-Suchomel und seine Frau entscheiden sich letzten Endes, den Vater zu sich zu nehmen und pflegen ihn bis zu seinem Tod. In seinem Buch schildert Joachim Schaffer-Suchomel diese bewegende Zeit, die so unglaublich anstrengend und fordernd ist, die Vater und Sohn, deren Verhältnis nie besonders innig war, aber auch auf eine ganz besondere Art wieder einander näher bringt. Er beschreibt das Leben mit dem erkrankten Vater auf emotionale, aber auch humorvolle Weise und beleuchtet alle Facetten des Lebens mit einem demenzkranken Menschen. Von der Ohnmacht, der Hilflosigkeit, der Wut, aber auch von der innigen Verbindung, die in solch einer Ausnahmesituation entstehen kann.

(Beschreibung vom Verlag)

mvg Verlag 2017, 144 Seiten, € 9,99, ISBN: 978-3-86882-794-1

Demenz-WG: Klingt schräg – ist aber eine prima Sache

Ein charmantes Plädoyer für eine Wohnform, die Menschen mit Demenz gerecht wird und ihnen ein maximal selbstbestimmtes Leben ermöglicht. Und ein kleines Denkmal für Omma, deren Erlebnisse in ihrer WG immer auch eine hochkomische und rührende Seite haben.
»Wenn man Omma erzählt hätte, dass sie eines Tages in einer WG leben würde, hätte sie mit großer Wahrscheinlichkeit Zeter und Mordio respektive Sodom und Gomorrha geschrien. Wir, meine Mutter und ich, konnten sie nicht mehr fragen. Wir haben es für sie entschieden. Und ich bin ziemlich sicher, dass es eine gute Entscheidung war. Eigentlich sogar eine ausgesprochen gute.« Nach einer bedrückenden Episode im Altersheim zieht Edeltraut Karczewski mit 83 in ihre erste Wohngemeinschaft. Ihre sechs MitbewohnerInnen sind, wie sie, dement. Kann das funktionieren? Oh ja. Ihre Enkelin, die Journalistin Chantal Louis, erzählt aus dem Leben ihrer Großmutter, sprich: Omma, in der Wanne-Eickeler Demenz-WG. Von Walzern im Wohnzimmer und immer neuem Kennenlernen am Küchentisch. Von einfühlsamen BetreuerInnen und dem erstaunlichen Personalschlüssel von eins zu drei. Von Angehörigen, die tags beim Kochen helfen und am Wochenende die WG-Wände streichen. Und von der Entstehung der Demenz-Wohngemeinschaften generell, von denen es in Deutschland inzwischen einige Hundert gibt – und von deren Existenz trotzdem die wenigsten wissen. Das sollte sich ändern.

(Beschreibung vom Verlag)

Kiepenheuer & Witsch 2015, 208 Seiten, € 14,99, ISBN: 978-3-462-04718-9

Wie Sie Demenzkranken helfen können - Ein bewegender Ratgeber der Tochter von Rudi Assauer

Als Rudi Assauer Anfang 2012 seine Demenzerkrankung öffentlich gemacht hat, war das Medienecho riesig. Seitdem ist einige Zeit vergangen und in der Familie Assauer ist die Normalität eingekehrt bzw. eine Normalität, wie sie in Familien üblich ist, wenn man sich um einen dementen Familienangehörigen kümmert. Sie alle haben dieselben Fragen, Ängste und Probleme, sie alle kämpfen mit denselben Schwierigkeiten. Bettina Michel erzählt authentisch, ehrlich und sehr emotional, wie sie sich um ihren Vater kümmert, mit welchen Problemen und Vorurteilen sie zu kämpfen hat, wie die Betreuung sie und die engsten Freunde und Familienmitglieder oft genug an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit bringt, aber auch, welche schönen Momente daraus entstehen. Sie erklärt, wie sie sich in ihre Rolle eingefunden hat, wo man als Angehöriger Hilfe bekommen kann, was staatliche Einrichtungen leisten können bzw. wo es große Defizite gibt. Sie lässt den Leser teilhaben an ihrem reichen Erfahrungsschatz, den sie sich imlauf der Zeit erworben hat. Abgerundet wird der Ratgeber von einem umfangreichen Srviceteil, der betroffenen Angehörigen wichtige Adressen zur Unterstützung bietet.

(Beschreibung vom Verlag)

Eine Rezension aus unserem Redaktionsteam finden Sie hier.

mgv Verlag 2014, 224 Seiten, € 17,99
ISBN: 978-3-86882-528-2

Kurzgeschichten über Menschen mit Demenz

Wo soll ich hin? Wie soll ich das bezahlen? Wann werde ich abgeholt? Diese Fragen bestimmen denn Alltag eines Demenzkranken. Sie sind immer wiederkehrend, vor allem, wenn sie sich allein fühlen. Die Arbeit mit ihnen ist anstrengend, körperlich und psychisch. Dennoch gibt es auch Lichtblicke, die motivieren und versöhnlich stimmen. Ein unterhaltsames Lesebuch, zusammengestellt aus Kurzgeschichten mit Demenzkranken im Heim, für Angehörige und Interessierte.

Eigenverlag, 2. Auflage 2013, 3,56 €, ISBN-13: 978-1490942667

Leben mit meiner alzheimerkranken Mutter

Gabriela Zander-Schneider erzählt in diesem Buch sehr offen von ihrer Mutter, die an Alzheimer erkrankt ist, von den ersten Anzeichen der Krankheit bis hin zu den Besuchen im Pflegeheim. Ein langer und beschwerlicher Weg, den Gabriela Zander-Schneider mit ihrer Mutter geht und von dem sie ihre Eindrücke sehr lebensnah wiedergibt: Vom Beginn der Krankheit, den man als Angehöriger selten in seiner vollen Tragweite wahrnimmt, von den Veränderungen ihrer Mutter, vom Aufgeben ihres eigenen Berufs, um mehr Zeit für ihre Mutter zu haben, vom "Entmündigen" ihrer Mutter, bis hin zu der nicht zu beantwortenden Frage, warum ihre Mutter diese Krankheit bekam. 

Gern können Sie hier eine ausführlichere Rezension lesen!

Rowohlt 2006, 224 Seiten, € 8,90
ISBN-10: 3499621894, ISBN-13: 978-3499621895

An Demenz erkrankt sind allein in Deutschland 1,4 Millionen Menschen. Die Angehörigen und Pflegenden erleben bei ihnen nicht nur einen Abbau von »intellektuellen Funktionen«, sondern machen auch ganz andere, ermutigende Erfahrungen im Leben mit den Demenzkranken. Till Velten spricht mit unterschiedlichen Menschen, u.a. einer Theaterintendantin, einem Pfarrer, einer Stimmtrainerin, einem Parapsychologen, einer Aloha-Tänzerin und einem Architekten, über ihre Begegnungen mit Demenzkranken, über Vergessen und Erinnerung, Humor, Zärtlichkeit, Scham und Güte. Einige Essays, u. a. von Inge Jens, sowie eine fotografischer Resonanzraum von Till Velten runden den Band ab.

(Beschreibung vom Verlag)

Herder Verlag 2015, 160 Seiten, € 24,00, ISBN: 978-3-451-33384-2

Alzheimer - Tagebuch einer Krankheit

Helga Maria Fix aus der Nähe von Pforzheim hat über lange Jahre zunächst ihre Alzheimer kranke Mutter und später auch parallel ihre ebenfalls demente Tante bis zu deren Tod zuhause betreut und gepflegt. Sie hat ihre Gedanken, Gefühle und Erfahrungen in einem sehr beeindruckenden Tagebuch von Beginn an niedergeschrieben.

Dem Buch vorangestellt ist ein Grußwort von Sylvia Kern, Geschäftsführerin der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg und ein Geleitwort von Professor Dr. Konrad Beyreuther, Professor am Zentrum f. Molekulare Biologie Uni Heidelberg und Staatsrat für Lebens- und Gesundheitsschutz der Landesregierung

Gern können Sie hier auch eine ausführlichere Rezension lesen!

Fouqué Literaturverlag, Frankfurt 2008, 1. Auflage, 172 Seiten, € 12,90
ISBN-10: 3837203514, ISBN-13: 978-3837203516

Mein Vater, die Demenz und ich

Die Geschichte eines schönen, schweren Abschieds.

In diesem sehr persönlichen Buch erzählt Bettina Tietjen von der Demenzerkrankung ihres Vaters, vom ersten »Tüdeln« bis zur totalen Orientierungslosigkeit. Offen und liebevoll beschreibt sie die Achterbahn ihrer Gefühle, einen geliebten Menschen zu verlieren, aber auch ganz neu kennenzulernen, und die vielen komischen Momente, in denen sie trotz allem herzhaft zusammen lachen konnten. Bettina Tietjen musste lernen, dass Demenz ein Zustand ist, der ganz allmählich von einem vertrauten Menschen Besitz ergreift. Zuerst merkt man es nicht, dann will man es nicht wahrhaben. Schließlich muss man lernen, es zu akzeptieren. Denn trotz aller Herausforderungen ist Bettina Tietjen überzeugt:

Demenz ist nicht nur zum Heulen, sondern kann auch Denkanstoß und Kraftquell sein.
 
(Beschreibung vom Verlag)

Piper Verlag 2015, 304 Seiten, € 19,99, ISBN: 978-3-492-05642-7

Ein couragiertes Leben, eine ungewöhn­liche Frau – Inge Jens erzählt ihre eigene Geschichte.

Aus dem Inhalt:

Kindheit und Jugend

Lehrjahre

Tübingen und ein Hausgenosse aus Hamburg

Beruf: Editorin

Lebensdinge

Neue Horizonte

Alma mater Tubingensis

Widerstand und Widerstehen

Jenseits der Mauer

Berlin und die Wende

Noch einmal Katharina Pringsheim

In guten und in schlechten Tagen

 

(Beschreibung vom Herausgeber)

Rowohlt Verlag 2009, 320 Seiten, € 9,95, ISBN: 978-3-499-62610-4

Eine Geschichte von Demenz und Liebe

Bernd Eichmann pflegt seinen schwer an Alzheimer erkranken Vater rund um die Uhr. Der Autor erzählt heiter und anrührend von zwei Jahren Pflegealltag zwischen Windeleimern und vergessenen Büchern. Es ist eine Reise in eine zunehmend bizarre Welt, mit einem vorlauten  Teddy, wehrhaften Wiesenkräutern, unsichtbaren Hummeln und Dämonen im Morgengrauen.
Er schreibt: „Ich muss beides mit ihm teilen, die Krankheit und die Zeit. Muss gelassen bleiben. Die Dinge mit Demut tun, ohne Blick auf die innere Uhr. Ganz im Hier und Jetzt.“
Sein Fazit: Noch näher als in dieser Zeit der Pflege kann man dem Leben und der Liebe nicht kommen!

Bernd Eichmanns Buch ist eine Liebeserklärung an seinen Vater und damit eine kraftspendende Geschichte für alle, die sich selbst in der Situation der Pflege befinden.

(Beschreibung vom Verlag)

Gütersloher Verlagshaus 2013, 1. Auflage, 192 Seiten, € 17,99, ISBN 978-3-579-07060-5

Wie meine Mutter ihr Gedächtnis verlor und ich meine Eltern neu entdeckte

Eine Geschichte, die keinen unberührt lässt: Die Mutter hat Alzheimer. Der Sohn, ein bekannter Filmemacher, zieht wieder zu Hause ein, um für sie da zu sein und beschließt, seine Erfahrungen zu dokumentieren. Es gelingt ihm, mit ihr wunderbar lichte Momente zu erleben. Durch die Krise der Mutter gerät die Familie ins Wanken. Aber sie findet sich unter der Belastung neu. Eine Liebeserklärung an eine beeindruckende Familie. Und eine herzzerreißend realistische Darstellung einer Krankheit, vor der wir die Augen nicht verschließen dürfen.(Beschreibung aus www.herder.de)

Herder Verlag, Aufl./Jahr: 1. Aufl. 2013, mit 12 Abbildungen, 240 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag, ISBN 978-3-451-32574-8, € 17,99

Rudi Assauer hat den Fußball in Deutschland über fünf Jahrzehnte geprägt wie kaum ein anderer – als Spieler, Aushilfstrainer, Manager und Arena-Bauherr.

Im Saarland geboren, aufgewachsen im Ruhrpott, wurde er in der Bundeswehr-Auswahl entdeckt. Assauer war jüngstes Mitglied der ersten deutschen Mannschaft, die einen Europapokal gewann — Borussia Dortmund, 1966. Auf sechs Jahre BVB folgten sechs Jahre Werder Bremen. Dort wurde er 1976 nach dem Ende seiner aktiven Karriere über Nacht zum jüngsten Manager im Profigeschäft. 1981 erfolgte der abrupte Wechsel zum FC Schalke 04, bei dem er zwar zunächst nur fünf Jahre blieb, doch 1993 kehrte er zu Schalke zurück. Mit Assauer erlebten die Königsblauen die erfolgreichste Zeit seit den 1930er-Jahren, gewannen 1997 den UEFA-Cup und errangen zweimal den Pokalsieg, 2001 und 2002. Das tragischste Erlebnis des Vereins fiel aber ebenfalls in diese Ära: die »Meisterschaft der Herzen« 2001, als eine Minute zum Meistertitel fehlte.

Sein Lebenswerk hat Rudi Assauer jedoch vollendet: Die Arena »AufSchalke« in Gelsenkirchen, das modernste Mehrzweckstadion Europas, wird immer mit seinem Namen verbunden sein.

Nach seinem Ausstieg bei Schalke tourte Rudi Assauer zunächst noch mit Fußballkommentator Werner Hansch auf Veranstaltungsreise durch Deutschland. Doch es häuften sich Blackouts, und 2010 brachte eine ärztliche Untersuchung Klarheit: Rudi Assauer ist an Alzheimer erkrankt.

Diese Autobiografie skizziert Rudi Assauers Lebensweg bis an die Spitze des deutschen Profifußballs. Sie erzählt von der Liebe und Leidenschaft für den Fußball und berichtet vom Schicksal, mit einer Krankheit leben zu müssen, die langsam jede Erinnerung auslöscht.

Ein einzigartiges Buch über und gegen das Vergessen.

(Beschreibung vom Herausgeber)

Eine Rezension zu diesem Buch finden Sie hier.

Riva Verlag 2012, 256 Seiten, € 19,99, ISBN 978-3-86883-197-9

Unser Jahr zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Wie geht man damit um, wenn die geliebten Großeltern pflegebedürftig werden? Wenn der Opa, der einem Fahrradfahren und Schnitzen beibrachte, bettlägrig wird und man ihn füttern muss? Wenn die einstige Bilderbuch-Omi mit dem großen Herzen so erschöpft und appetitlos ist, dass sie in ihrem Kittel fast verschwindet?
 Jessica Wagener kümmert sich seit Jahren um ihre Großeltern, bei denen sie aufgewachsen ist und die für sie so etwas wie Eltern sind. Auch für sie ist es zunächst unvorstellbar, ihren an Demenz und Parkinson leidenden Großvater ins Heim zu geben. Erst als ihre Großmutter ins Krankenhaus muss, führt kein Weg an der Pflege vorbei. Ein massiver Einschnitt für das Paar, das seit fast sechzig Jahren nie länger als ein paar Tage getrennt war. Beide leiden sehr und gleichzeitig zeigt sich: So, wie es war, geht es nicht weiter.
 Ein berührendes Buch voller tragikomischer Momente darüber, was Liebe alles erträgt und erleichtert, was mit dem Pflegesystem in Deutschland nicht stimmt und warum ein Heim trotz allem nicht die schlechteste Lösung sein muss.

(Beschreibung vom Verlag)

Rowohlt Verlag 2016, 222 Seiten, € 10,99, ISBN: 978 3 499 63140 5

Ein Sohn verzweifelt am Pflegesystem

Dieser Tag wird kommen. Für beinahe jede und jeden. Der Tag, an dem die alten Eltern nicht mehr können, krank werden, Pflegefälle sind. Alle Töchter und Söhne wissen, dass es irgendwann so weit sein wird, aber kaum jemand bereitet sich darauf vor. Und mit dem Tag X kommen Hilflosigkeit, Ohnmacht, Selbstvorwürfe: Was tun mit dem Vater, was tun mit der Mutter?
Ein Pflegeheim will man den Eltern ersparen, häusliche Pflege ist unbezahlbar – aber den Beruf und das eigene Leben aufgeben, um die Pflege selbst zu übernehmen?

In eindrucksvoller Offenheit erzählt der Autor das Drama einer Familie und berichtet, mit welchen grundlegenden Fragen er sich plötzlich konfrontiert sah. Er schildert packend die Gewissenskonflikte und auch die bürokratischen Schwierigkeiten seiner Situation. Und er schlägt Alarm angesichts der Untätigkeit, mit der Gesellschaft und Politik vor einer der großen sozialen Fragen unserer Zeit stehen.

Über Anonymus
Der Autor ist seit 30 Jahren Journalist und arbeitete bei verschiedenen deutschen Zeitungen. Die Lösung, die er für die Pflege seines Vaters fand, ist offiziell illegal. Um sie nicht zu gefährden, muss er anonym bleiben.

(Beschreibung aus www.fischerverlage.de)

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2007, 190 Seiten, € 8,95
ISBN: 978-3-596-17530-7